Engagement der Kirche für sozialen Zusammenhalt in Europa

Treffen der Bischöfe und Vertreter der europäischen Bischofskonferenzen auf Zypern

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ROM, 28. August 2012 (ZENIT.org). - In Krisenzeiten, wie wir sie heute durchleben, wird das Zusammenleben zu einer alltäglichen Notwendigkeit, die nicht immer leicht ist, wenn sie nur auf dem Opportunismus des Augenblicks fußt, statt auf einem gemeinsamen Lebensplan gegründet zu sein. Worauf gründet sich heute der soziale Zusammenhalt? Was kann ihn auf lokaler oder europaweiter Ebene gefährden? Kann es ein vereintes Europa geben, wenn wir unsere christlichen Kulturwurzeln vergessen? Und welche Rolle muss die Kirche spielen? Dies sind einige der Fragen, auf die die Bischöfe und die für soziale Fragen zuständigen Vertreter der europäischen Bischofskonferenzen versuchen werden, eine Antwort zu finden, wenn sie sich vom 3. bis 5. September in Nikosia (Zypern) treffen werden.

An dem Treffen, das von der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft einberufen wurde und dessen Vorsitz Msgr. Giampaolo Crepaldi, Bischof von Triest, innehaben wird, werden voraussichtlich etwa dreißig Delegierte teilnehmen; als Gastgeber wird Youssef Soueif, maronitischer Erzbischof von Zypern fungieren.

Im Verlauf der dreitägigen Veranstaltung sind als Referenten vorgesehen: der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, mit einem Vortrag über „Krise und Hoffnung“; Vincenzo Buonomo, Dozent an der Päpstlichen Lateranuniversität, mit einem Vortrag über „Politik und sozialer Zusammenhalt in der Europäischen Union“; ferner zwei Universitätsprofessoren und Mitglieder des zypriotischen Parlaments, Andreas Pitsillides und Marios Mavrides, mit zwei Vorträgen über „Zusammen leben als Volk Gottes: eine theologische Vision“ und „Der Aufbau einer gerechten Gesellschaft: eine wirtschaftliche Perspektive“.

Am Mittwoch, dem 5. September, werden die Teilnehmer der Konferenz einige Vertreter der zypriotischen Zivilbehörden treffen und bedeutsame Orte des christlichen Glaubens auf der Insel besichtigen. Auch ein Besuch in den maronitischen Dörfern Ayia Marina, Assomatos, Karpasha und Kormakitis im Norden der Insel ist vorgesehen.

[Übersetzung des italienischen Originals von Alexander Wagensommer]