Engagement des Papstes für Religionsfreiheit

Pater Lombardi reflektiert über die Ansprache an den Diplomatischen Corps

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ROM, 10. Januar 2011 (Zenit.org).- Die Neujahrsansprache Benedikts XVI. an das Diplomatische Corps beim Heiligen Stuhl markiere ein „neues Kapitel" im Engagement des Papstes für die Religionsfreiheit, sagte der Pressesprecher des Vatikan.

Jesuitenpater Federico Lombardi, Direktors des Pressebüros des Heiligen Stuhls, erklärte dies in seinem Kommentar zur großen Polit-Rede des Heiligen Vaters an die Botschafter der 178 Staaten, die diplomatische Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl aufrechterhalten. „Keiner kann sagen, der Papst hätte nicht Klartext gesprochen." Papst Benedikt XVI. sei in seiner Rede „vom Herzstück seiner Mission" ausgegangen, nämlich von Gott und der Beziehung des Menschen zu Gott.

Der Priester wies darauf hin, dass die Sorge um die Religionsfreiheit, die im Papst „immer lebendig" sei, in den letzten Monaten viel mehr ins Rampenlicht der öffentlichen Äußerungen geraten sei. Als Beispiele nannte er die Ansprache Benedikts XVI anlässlich der Sonderversammlung für den Nahen Osten auf der Bischofssynode, seine Ansprache im Londoner Westminster Hall, seine Appelle nach den tragischen Anschlägen auf christliche Kirchen im Irak und in Ägypten sowie die Ansprache des Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone auf dem jüngsten Gipfeltreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Astana, Kasachstan.

„Von hier geht sein Einsatz und der Einsatz der Kirche im Dienst am Menschen und an der menschlichen Gemeinschaft aus. Auch die Präsenz der Kirche in der Welt der internationalen Beziehungen zielt vor allem darauf, die Sache Gottes als Garantie der Sache des Menschen zu fördern. Der explizite und mutige Einsatz für eine Religionsfreiheit für alle wird offenbar immer mehr zu einem charakteristischen Zug dieses Pontifikats und seiner historischen Mission", so der Pressesprecher in seiner Reflexion, die im Radio Vatikan ausgestrahlt wurde.