Engländer unterstützen 1.096 Kirchsprengel in den Missionsgebieten

Päpstliche Missionswerke werden ab jetzt „Missio" heißen

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LONDON, 8. September 2009 (ZENIT.org).- Morgen, Mittwoch, wird der Vorsitzende der Bischofskonferenz von England und Wales, Erzbischof Vincent Nichols, in der Kathedrale von Westminster einem Gottesdienst anlässlich der Neubenennung der Päpstlichen Missionswerke in England mit dem Kürzel „Missio“ vorstehen.

Wie die Nachrichtenagentur Fides der Kongregation für die Evangelisierung der Völker berichtete, werden an der Eucharistiefeier Vertreter der zahlreichen Wohltäter teilnehmen, die im Laufe vieler Jahre die Päpstlichen Missionswerke und deren Hilfsprojekte für die Missionsländer unterstützt haben. In vielen Fällen haben Katholiken in England und Wales durch die Päpstlichen Missionswerke, die fortan (übrigens genauso wie hierzulande) „Missio“ heißen werden, das Leben von Menschen verändert, die sie selbst nie kennen lernen werden.

In aller Welt benötigen Gläubige und Seelsorger in den jungen Kirchen dringend Unterstützung bei der Überwindung von Schwierigkeiten, insbesondere nach der raschen Ausdehnung der Kirche in Afrika und Asien. In Zusammenarbeit mit Priestern, Ordensleuten und Laien unterstützt Missio England insgesamt 194.855 Schulen, 5.246 Krankenhäuser, 17.350 Krankenstationen, 577 Leprastationen und 80.560 Projekte im sozialen und pastoralen Bereich. Es handelt sich um die einzige Einrichtung der katholischen Kirche, die insgesamt 1.096 Kirchsprengeln in den Missionsgebieten unterstützt und deren Wachstum und Entwicklung fördert.


Der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in England und Wales erklärte zur Namensänderung: „Missio, aus dem Lateinischen ‚Hinaus-Schicken’, ist ein einfaches und leicht erkennbares Wort, das die Sendung gut umschreibt, die Gott seiner Kirche anvertraut hat. Diese Umbenennung wurde auch von den Bischöfen in England und Wales begrüßt. Das Logo bezieht sich auf das Kreuz, das im Mittelpunkt des Dienstes am Evangelium steht. Das neue Motto ‚Den Glauben teilen, das Leben schenken’ (‚Sharing Faith, giving life’) soll das lebenswichtige Engagement im Dienst an der Kirche verdeutlichen, vor allem dort, wo die Kirche jung und arm ist.“