Erdbeben im Nordosten Indiens, Überschwemmungen in Orissa

Erste Hilfsprogramme der Caritas

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NEW DELHI, 21. September 2011 (ZENIT.org/Fidesdienst). – Caritas Indien hilft an vorderster Front mit ersten Nothilfeprogrammen, nachdem fast zeitgleich zwei Naturkatastrophen das Land heimgesucht haben: Im Nordosten Indiens erschütterte ein Erdbeben die Himalayaregion, und im Unionsstaat Orissa kam es zu Überschwemmungen.

„Wir sind sehr besorgt, was die verheerenden Überschwemmungen in Orissa und das Erdbeben anbelangt, das die Staaten Sikkim und den Norden Westbengalas erschüttert haben“, so Antony Chettri, der bei Caritas Indien für die Region Nordost zuständig ist. Caritas brachte erste Hilfsprogramme auf den Weg und appelliert an die Katholiken des ganzen Landes mit der Bitte um Spenden.

Die Zahl der Opfer des Erdbebens steigt weiter (bisher wurden 74 Leichen geborgen), und viele Menschen wurden obdachlos, während die Helfer vor allem aufgrund der widrigen meteorologischen Verhältnisse auf zahlreiche Schwierigkeiten stoßen.

Die katholische Kirche versucht weiter, in der gesamten betroffenen Region zu helfen, wie Erzbischof Thomas Menaparampil von Guwahati (Nordostindien) erklärt: „Am meisten betroffen ist die Diözese Darjeeling. Gemeinsam mit dem Ortsbischof versuchen wir, die Situation einzuschätzen und mögliche Hilfsprogramme auf den Weg zu bringen. Wir haben unsere Verbundenheit bereits mit Worten und durch unser Gebet zum Ausdruck gebracht. Doch wir werden auch im Rahmen gemeinsamer humanitärer Hilfen tätig werden. Zu den betroffenen Gebieten in Nepal und Bhutan hingegen gestalten sich die Kontakte schwieriger, und wir werden abwarten müssen.“

Für die Menschen weiter im Süden im Unionsstaat Orissa stellte Caritas unterdessen bereits über 500.000 Rupies für erste Nothilfen für die betroffenen Menschen zur Verfügung, die insbesondere in den Distrikten Puri und Cuttack auch der Gefahr von Epidemien ausgesetzt sind.

„Die Regierung, die Kirche und die Bürger helfen mit vereinten Kräften. Freiwillige Helfer und normale Bürger tun ihr Bestes und helfen den betroffenen Menschen“, so der Beauftragte der Erzdiözese Cuttack-Bhubaneswar, P. Manoj Kumar Nayak. In Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk der US-amerikanischen Bischöfe, „Catholic Relief Service“, plant die Ortskirche unterdessen die Bereitstellung von 5.500 Unterkünften für Obdachlose aller Religionen, Kasten und Ethnien.