Erdbeben in Chile: Papst Benedikt XVI. trauert über Opfer und Leidtragende

Mindestens 700 Menschen starben nach dem bisher stärksten Erdbeben seit 50 Jahren

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ROM, 1. März 2010 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. trauert über die mehr als 800 Menschen, die durch das schwere Erdbeben in Chile und besonders in der Hafenstadt Valparaiso, ums Leben gekommen sind.

In seiner Beileidsbotschaft während des gestrigen Angelusgebetes bekundete der Heilige Vater seine Verbundenheit mit den Angehörigen der Todesopfern und versicherte allen Einwohnern des südamerikanischen Landes, dass er für sie alle bete.

Er sei insbesondere den notleidenden Überlebenden geistlich verbunden. Bei den nächtlichen Erdstößen der Stärke 8,8 starben in der Nacht zum Samstag in dem südamerikanischen Land mehr als 700 Menschen, so die Nachrichtenagentur Reuters. Wohn- und Krankenhäuser stürzten ein, Gebäude gerieten in Brand, Telefonleitungen wurden unterbrochen und der Strom fiel aus. Schwere Nachbeben schreckten die Bewohner, die stundenlang in mit Glasscherben und Trümmern übersäten Straßen ausharrten.

Der internationale Flughafen der Hauptstadt Santiago de Chile wurde geschlossen. Die Behörden riefen einen Tsunami-Alarm für den gesamte Pazifikraum aus - bis hin zum US-Bundesstaat Hawaii und Australien, der am Sonntag katastrophalen Schaden an Chiles Küste anrichtete.

„Ich bete für die Opfer und stehe im Geist den Menschen nahe, die von einer so großen Katastrophe geprüft sind", so der Papst, der sich davon überzeugt zeigte, „dass es nicht an der Solidarität vieler und dabei besonders der kirchlichen Organisationen fehlen wird".

Währendessen rief der Vorsitzende der chilenischen Bischofskonferenz, Msgr. Alejandro Goic, die Bevölkerung zur Hoffnung und Solidarität angesichts der bitteren Katastrophe auf. "Mit der Kraft des Evangeliums können wir Träger der Hoffnung in diesen Augenblicken der Angst, des Schmerzes und der Katastrophe sein", so der chilenische Oberhirte.

Viele Menschen werden noch vermisst. Wie viele Menschen durch das Beben obdachlos wurden, ist noch unklar. Am späten Sonntagabend erschütterte ein Nachbeben der Stärke 6,2 erneut das Land. Die Kirche bot allen staatlichen Einrichtungen und Werken des Landes ihre Hilfe an.

Caritas Chile habe ein Sonderkonto (Information über Auslandsüberweisung hier) eingerichtet, um Soforthilfe leisten zu können, das den am meisten betroffenen Regionen zu Gute kommen soll. "Möge der Herr uns seinen Frieden schenken und die Jungfrau vom hl. Berg Karmel uns mit ihrem Mantel schützen, damit wir in dieser bitteren Stunde wieder auf die Beine kommen".

"Fuerza Chile", "Hab' Mut, Chile", erklärte Erzbischof Alejandro Goic," und möge Gott uns behüten!"