Erdbeben in China bewegt Papst Bendikt XVI. zutiefst

"Ich hoffe, dass es nicht an breiter Solidarität fehlen wird..."

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ROM, 14. April 2010 (ZENIT.org).- 400 Tote und mindestens 10.000 Verletzte - so lautet die vorläufige Bilanz eines schweren Erdbebens, das am Mittwoch den Nordwesten Chinas erschütterte. „Das starke Beben hat zahllose Verluste an Menschenleben, Verletzten und materiellen Schäden hervorgerufen", klagte heute ein betroffener Papst während der Generalaudienz in Rom. "Ich bete für die Opfer", so erklärte Papst Benedikt vor Tausenden von Pilgern die auf dem Petersplatz zur wöchentlichen Katechese zusammengeströmt waren, "und bin allen Menschen geistlich nahe, die von so schweren Katastrophen heimgesucht werden: Möge Gott ihre Leiden lindern und sie in diesem schwierigen Moment stärken!"


Das Zentrum des Bebens lag im Süden der Provinz Qinghai nahe der Grenze zu Tibet, wo viele Menschen noch in einfachen Hütten aus Lehm und Holz leben, wie ein Korrespondent des staatlichen Fernsehens in der Region berichtete.

Das chinesische Erdbeben-Zentrum gab die Stärke des Erdstoßes mit 7,1 an, die US-Erdbebenwarte in Colorado mit 6,9. Es folgten drei heftige Nachbeben mit Stärken bis zu 5,8.

Allein in der Ortschaft Jiegu stürzten mehr als 80 Prozent der Häuser ein, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf einen Regierungsbeamten vor Ort berichtete. "Auf den Straßen von Jiegu herrscht Panik, sie sind voller Verletzter, viele von ihnen bluten", wurde der Beamte mit Namen Zhuohuaxia zitiert. Beim Einsturz einer Berufsschule seien mehrere junge Leute verschüttet worden.

"Ich hoffe, dass es nicht an breiter Solidarität fehlen wird...", wünschte sich Papst Benedikt XVI. heute inständig.

Erst zwei Jahre ist es her, dass am 12. Mai 2008 die Bevölkerung von Sichuan und der angrenzenden Provinzen in China, auf harte Weise von einem Erdbeben betroffen wurden , das schwere Verluste an Menschenleben, zahlreiche Vermisste und unermesslichen Schaden angerichtet hatte. Im Südwesten Chinas und nach dem starken Nachbeben belief sich die Zahl der Toten auf über 25.000 Menschen. Die chinesische Regierung hatte amals 100.000 Soldaten in die betroffenen Zonen entsandt. Wie die chinesische Nachrichtenagentur „Xinhua" berichtete, waren im Katastrophengebiet rund eine halbe Million Häuser eingestürzt.
[AR]