Erdbeben in Mittelitalien: Caritas-Helfer vor Ort

Caritas Italien stimmt Einsätze mit staatlichem Zivilschutz ab

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ROM, 7. April 2009 (ZENIT.org).- Nach dem schweren Erdbeben in den Abruzzen, bei dem mindestens 179 Menschen ihr Leben verloren haben, sind Helfer der Caritas Italien vor Ort im Einsatz, um obdachlose Familien zu betreuen und sie bei der Suche nach Notquartieren für den Übergang zu unterstützen.

Bei dem verheerende Erdbeben in dem Gebiet etwa 100 Kilometer nordöstlich von Rom wurden mehr als 1.500 Menschen verletzt. 34 Bewohner galten sogar 30 Stunden nach dem Unglück noch als vermisst, 17.000 sind obdachlos.

Aus dem Erdbebengebiet meldet Don Alberto Conti, Regionalbeauftragter der Caritas Abruzzen und Molise, dass vor allem „ältere Menschen und Familien dringend auf schnelle Hilfe angewiesen sind". Die lokale Caritas stimmt ihre Einsätze eng mit der staatlichen Zivilschutzbehörde ab. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, wird Spenden an die Caritas Italien weiterleiten.

Insgesamt sind elf Diözesen von dem Erdbeben betroffen. Tausende Häuser, Kirchen und andere Gebäude stürzten unter der Wucht des Bebens ein. Die Erschütterungen waren bis nach Rom, Neapel und Salerno zu spüren.

„In den Augen der Menschen stehen Angst, Trauer und Unsicherheit. Viele irren zwischen den Trümmern umher, in Schlafanzüge und Decken gehüllt, die sie aus ihren einstürzenden Häusern mitnehmen konnten", berichtet Don Alberto Conti nach einem Einsatz in dem stark betroffenen Dorf Paganica. Nach seiner Einschätzung ist die Mehrzahl der Häuser in der Region zerstört oder schwer beschädigt worden und damit unbewohnbar.

Caritas international unterstützt die Arbeit der Caritas Italien und nimmt dafür gern Spenden entgegen: Stichwort „Erdbeben Italien", Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de.