Erdbeben Indonesien: Caritas fliegt Zelte ins Katastrophengebiet

Trauma-Helfer auf dem Weg

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PADANG/FREIBURG, 2. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, wird 1000 Zelte in das Erdbebengebiet nach Padang fliegen und stellt dafür zunächst 200.000 Euro bereit. Ziel ist es, den Erdbebenopfern schnell einen notdürftigen Schutz vor den starken Regenfällen zu bieten. Caritas international geht nach erstem Augenschein vor Ort davon aus, dass die Zahl der Opfer deutlich steigen wird. Laut Caritas-Mitarbeiter Fabian Tritschler sind im Zentrum der Stadt Padang 50 Prozent der Gebäude zerstört. Im nördlichen Teil sollen es nach Angaben des Katastrophen-Teams der Erzdiözese Padang sogar 80-100 Prozent sein. Tritschler: „Die Stadt ist flächendeckend zerstört. Das Ausmaß der Zerstörung wird mit jeder Stunde deutlicher."

Die lokalen Helfer der Erzdiözese Padang und diverser Partnerorganisationen, die seit gestern im Einsatz sind, werden unterstützt durch internationale Caritas-Mitarbeiter aus den USA, Irland und Deutschland. Zudem wird heute noch von Jakarta aus ein Caritas-Team von indonesischen Psychologen und Psychiatern nach Padang aufbrechen, das den traumatisierten Erdbebenopfern beistehen soll. Das in Trauma-Hilfe ausgebildete Einsatz-Team war nach dem Erdbeben in Yogyakarta im Jahr 2006 gebildet worden.

Bislang wird nach offiziellen Angaben davon ausgegangen, dass über 500 Menschen durch das Erdbeben ums Leben gekommen sind. Tausende Opfer werden noch unter den Trümmern vermutet. Aufgrund des Ausmaßes der Katastrophe ruft Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, dringend zu Spenden auf.

Spenden mit Stichwort "Erdbeben Sumatra" werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de