Erfreulicher Befund und Anruf: Kardinal Meisner zu den Ergebnissen des „Religionsmonitors“

„Ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung ist aufnahmebereit für die Antworten des Glaubens“

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KÖLN, 20. Dezember 2007 (ZENIT.org).- „Hochreligiöse“ Menschen in Deutschland sind nach den Ergebnissen des unlängst vorgestellten „Religionsmonitors“ der Bertelsmann-Stiftung „alles andere als eine kleine Minderheit“. Das bekräftigte jetzt der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. Die Studie passe „genau in diese Zeit“, weil sie „die überwiegende Mehrheit der Menschen“ als „religiös erwartungsvoll“ zeige.



„Der Advent ist die Zeit der Erwartung, und so zeigt die neue Studie, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen in diesem Land nach wie vor religiös erwartungsvolle Menschen sind. 70 Prozent der Bevölkerung stufen sich als religiös ein, und 20 Prozent sagen sogar, dass Religion und Glaube einen enorm hohen Stellenwert für ihre persönliche Identität und Lebensgestaltung besitzen. Diese von der Studie als ‚hochreligiös‘ bezeichneten Menschen sind also in unserem Land alles andere als eine kleine Minderheit“, so Kardinal Meisner nach einer gestern veröffentlichten Presseerklärung.

„Auch ist der Glaube an einen persönlichen Gott unter den religiösen Menschen offenbar stark verbreitet. Was zweieinhalb Jahre nach dem Weltjugendtag in Köln zudem an der Studie besonders freut, ist die Tatsache, dass sich immerhin 52 Prozent der jungen Erwachsenen als klar religiöse Menschen und weitere 14 Prozent sogar hochreligiös bekennen. Die Forscher der Bertelsmann-Stiftung können nach eigener Aussage ‚ein langfristiges Aussterben der Religion in Deutschland, wie es immer wieder behauptet wird, definitiv nicht bestätigen‘. Der Mensch als Ebenbild Gottes ist und bleibt auf allen Längen- und Breitengraden der Welt der natürliche Verbündete Gottes.“

Aus diesem „erfreulichen Befund“ lässt sich nach Worten des Kardinals für die katholische Kirche und die anderen Konfessionen und religiösen „eine große Verantwortung herauslesen. Die Orientierung und Hilfe, die sie nicht nur bei den entscheidenden Lebensereignissen wie Geburt, Heirat und Tod leistet, ist in unserer Gesellschaft gefragt. Ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung ist aufnahmebereit für die Antworten des Glaubens. Diese Erwartungen darf die Kirche nicht enttäuschen. Ihre Stimme will gehört werden.“