Ergebnisse der 277. Ordentliche Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz

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GIVISIEZ (Schweiz), 13. September 2007 (ZENIT.org).- Vom 10. bis zum 12. September hat sich die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zur 277. Ordentlichen Versammlung im Priesterseminar des Bistums Sitten in Givisiez getroffen.



Zu den behandelten Kernthemen zählte die 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung, die vom 4. bis zum 9. September 2007 in Sibiu (Rumänien) stattfand, hieß es in einem Medienkommuniqué. Die SBK begrüßte „nachdrücklich das Schlussdokument der Versammlung von Sibiu, insbesondere auch die darin formulierten zehn Empfehlungen und die Botschaft der teilnehmenden Jugendlichen“.

Überdies befassten sich die Bischöfe mit dem ökumenischen Dialog in der Schweiz und erörterten „die sehr unterschiedlichen und teils sehr kritischen Reaktionen auf das im Sommer publizierte Dokument der Kongregation für die Glaubenslehre ‚Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche’“. Dabei nahmen sie mit „großer Sorgfalt“ die negativen Äußerungen von Exponenten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) „zur Kenntnis“.

„Mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Wochen hält die Schweizer Bischofskonferenz mit Nachdruck am ökumenischen Dialog auch auf den kirchlichen Leitungsebenen fest und macht sich die Anliegen des Offenen Briefes ihres Präsidenten, Bischof Kurt Koch, an Pfarrer Thomas Wipf, Präsident des SEK, zu Eigen.“

Die SBK beauftragte ihre Ökumenekommission zudem, die „aktuelle ökumenische Situation zu analysieren, die Herausforderungen zu benennen und Wege zur Vertiefung des jeweiligen Kirchenverständnisses aufzuzeigen“.

Im Rahmen der Vorbereitungen auf das Taizé-Treffen „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“ vom 28. Dezember bis zum 1. Januar in Genf empfing die SBK eine Delegation von Jugendlichen, mit denen sie das Taizé-Abendlob feierte. Die SBK lud die Jugendlichen der Schweiz zur Teilnahme am Taizé-Treffen ein.

Zur Umsetzung des am morgigen Freitag in Kraft tretenden Motu Proprio „Summorum Pontificum“ vereinbarten die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte Richtlinien, die dazu beitragen sollen, dass „jene Gläubigen, die der älteren Form der Liturgie verbunden sind, einen Zugang zu Messfeiern in der ausserordentlichen Form (bisher oft ‚tridentinische Messe’ genannt) erhalten, soweit dies im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten realisierbar ist“.