Ermelindis van Meldert (um 510-um 594)

Eine belgische Einsiedlerin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 293 klicks

Ermelindis, die aus einer adeligen Familie stammte, wurde um 510 im belgischen Lovenjoel in der Gemeinde Bierbeek geboren. Ihre Eltern, Ermenoldus und Ermesenda, wollten ihre Tochter, als sie in das heiratsfähige Alter kam, verheiraten. Ermelindis aber floh mit der Hilfe eines Engels aus ihrem Elternhaus, um der geplanten Eheschließung zu entgehen. Das junge Mädchen wollte nämlich ein Gott geweihtes Leben führen. Nach ihrer Flucht begab es sich zunächst nach Beauvechin, wo es als Einsiedlerin lebte. Wie die Legende berichtet, war das junge Mädchen selbst dort nicht vor den Nachstellungen seiner Verehrer sicher und versteckte sich deshalb in Meldert, das in der Provinz Vlaams-Brabant liegt. Die jungen Männer aber, die vergeblich versucht hatten, um die Hand von Ermelindis anzuhalten, kamen zu Tode.

Ermelindis starb um 594. An ihrer Grabstelle entsprang eine Heilquelle, die sogleich zahlreiche Pilger anzog. Pippin der Ältere (um 580-640) ließ an dieser Stelle ein Nonnenkloster erbauen. Heute befinden sich die Gebeine von Ermelindis in der Pfarrkirche von Meldert. Alljährlich findet dort zu Ehren der heiligen Ermelindis am 20. Mai eine Prozession statt.