Erneuerung des missionarischen Bewusstseins in Peru

Jugend-Initiative der Päpstlichen Missionswerke

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LIMA, 2. November 2007 (ZENIT.org).- „Vom Kreuz ruft Christus dich auch heute… Was antwortest du?“ Unter diesem Thema steht das missionarische Jugendtreffen, das die Jugendmissionsbewegung „Jugend ohne Grenzen“ der Päpstlichen Missionswerke vom 2. bis zum 4. November in der peruanischen Hauptstadt Lima veranstalten wird.



Beim dreitätigen Treffen sollen Jugendliche aus allen Pfarreien im Alter ab 18 Jahren die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung mit Christus bekommen. Das Gebet und der Erfahrungsaustausch wollen das missionarische Engagement anfachen. „Die Päpstlichen Missionswerke in Peru möchten vor allem unter den Jugendlichen das Missionsbewusstsein neu wecken“, erklärte die Koordinatorin der Bewegung, Gabriela Diaz, gegenüber der Nachrichtenagentur „Fides“.

Am 3. und 4. November wird zudem für die Leiter der Missionsgruppen ein besonderer Kurs angeboten. Ziel ist es, junge Leute zu motivieren, sich mehr auf den Ruf Christi einzulassen. Die Kursteilnehmer werden Einblick in die aktuelle Situation auf den verschiedenen Kontinenten erhalten, um sich so ein Bild davon zu machen, was für die Verbreitung des Evangeliums heute notwendig ist. Die Erfahrung von Missionsarbeit, die weit über die Grenzen des eigenen Landes hinausgehen muss, soll zum Ansporn werden, eine ehrliche Antwort auf den Ruf Christi zu geben.

Die Päpstlichen Missionswerke sind ein Zusammenschluss mehrerer Werke, die die Missionsarbeit der Bischöfe weltweit mittragen. Als erstes wurde 1822 in Lyon (Frankreich) von Pauline Jaricot das Päpstliche Werk der Glaubensverbreitung gegründet, das die missionarische Zusammenarbeit unter allen christlichen Gemeinden fördert. 1843 folgte in Nancy (Frankreich) die Gründung des Kindermissionswerks.

Das Päpstliche Missionswerk des Heiligen Apostels Petrus – es dient der Ausbildung des einheimischen Klerus – wurde von Jeanne und Stephanie Bigard 1889 in Caen (Frankreich) aufgebaut. 1920 wurde sein Sitz nach Rom verlegt. Die kleine Gruppe hatte sich vergrößert und sich auf ganz Europa ausgedehnt. Mit der Anerkennung des Heiligen Stuhl am 3. Mai 1922 wurde das Hilfswerk zum „Päpstlichen Missionswerk“ erklärt.

Zu den Päpstlichen Missionswerken gehört auch die „Missionsunion“. Sie wurde 1916 in Italien von P. Manna gegründet und will unter Priestern, Ordensleuten und Mitgliedern von Säkularinstituten zur Erneuerung des missionarischen Eifers beitragen. Dieselbe Aufgabe obliegt diesem Werk hinsichtlich der anderen Päpstlichen Werke, die es auch in den Ortskirchen fördern soll.

„Wenn ich wirklich Christ bin, wenn ich entdeckt habe, was für ein enormes Geschenk, nämlich das Geschenk der Wahrheit, mir Christus gebracht hat, dann wäre das sehr verwunderlich, würde ich das nur für mich behalten wollen“, bekräftigte P. Leo Maasburg, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, gegenüber ZENIT.

„Automatisch prägt mich das, und ich kann Missionar werden in meiner eigenen Familie, ich kann Missionar werden mit meinem Nachbarn, ich kann Missionar sein an meinem Arbeitsplatz. Es ist sehr wichtig, dass wir uns heute daran erinnern.“