Eröffnungsfeier zur Hundertjahrfeier der Schönstatt-Bewegung

Stanislaw Kardinal Rylko "erster Pilger"

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 396 klicks

Die Schönstatt-Bewegung feiert 2014 ihr einhundertjähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten wurden am 18. Oktober durch Stanislaw Kardinal Rylko eröffnet, der „als erster Pilger“ symbolisch die Tür zum Gnadenheiligtum von Schönstatt/Vallendar öffnete.

Stanislaw Kardinal Rylko, der Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien ist, erinnerte in seiner Ansprache: „Das Jubiläum des Liebesbündnisses mit Maria ist für uns eine neue Entscheidung für Christus. Es ist eine grundlegende Entscheidung, die wichtigste, die man im Leben treffen kann. … Halten wir die Unruhe für Christus wach: ihn zu künden, ihn bekannt zu machen, ihn überall hin zu tragen. Das erwartet die Kirche von einer marianischen Bewegung.“

In Deutschland hat die Schönstatt-Bewegung rund 21.000 Mitglieder; weltweit sind es 440.000. Zur Einweihung waren rund 2.000 Gläubige aus 72 Ländern angereist, die bereits am Vormittag ihren Auftakt genommen hatten. Mitglieder und Freunde der Schönstattfamilie hatten sich in der Pilgerkirche in Vallendar getroffen, um dort gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern. Am Nachmittag folgte ein Gespräch Kardinal Rylkos mit Mitgliedern der Bewegung, dessen Schwerpunkt das Thema der Neuevangelisierung war. Nach der Eröffnungsfeier am Freitag folgte am Wochenende ein intensives Festprogramm mit Workshops, Vorträgen, Foren und kreativen Angeboten. Am Samstag feierte der Freiburger Erzbischof, Dr. Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, einen Open-Air Gottesdienst auf dem Pilgerplatz. Für den Sonntag stand eine Gesprächsrunde mit dem Thema „Schönstatt im Dialog“ auf dem Programm.

Kardinal Rylko erklärte zur Hundertjahrfeier der Schönstatt-Bewegung: „Kirchliche Reife heißt daher zunächst eine wirkliche Dankbarkeit, aber auch gleichzeitig die Demut zu wissen, dass der Herr es ist, der diese Früchte hervorgebracht hat. Hier kommen wir wieder zurück auf diesen besonderen Kairos, den Sie jetzt leben, nämlich die Hundertjahrfeier der Bewegung. Das ist der dankbare Blick und der demütige Blick auf das, was geworden ist, aber aus dem Bewusstsein heraus, dass der Herr es ist, der uns angeschaut hat und der diese Früchte reifen hat lassen in hundert Jahren. Also: Es lebe Schönstatt!“