Erschreckend: Zahl der Toten durch Verkehrsunfälle

Verkehrspastoral des Vatikan hält Ethik im Straßenverkehr für bitter nötig

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BANGKOK, 20. Oktober 2010 (ZENIT.org).- Etwa 700.000 der 1,3 Millionen Menschen, die jährlich bei Verkehrsunfällen stürben, stammten aus Asien und Ozeanien. Auf diese tragische Bilanz machte der internationale Kongress der Verkehrspastoral aufmerksam, der gestern in Bangkok (Thailand) begann.

Am vergangenen Freitag wies Chullikatt in New York vor der UNO darauf hin, dass „die Bewältigung der besonderen Erfordernisse in Afrika die Einbeziehung aller Bereiche der Gesellschaft erfordere" und eine Vereinigung nötig sei, die dazu verhelfe, die Solidarität und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung des Kontinents zu fördern."

Der erste Kongress dieser Art fand 2008 in Bogota (Kolumbien) mit Scherpunkt Lateinamerika statt, der zweite 2009 in Rom mit Europa im Fokus. Für das nächste Jahr ist eine vierte Konferenz über die Verkehrsseelsorge in Afrika und Madagaskar geplant.

Eines der vorrangigen Anliegen dieses Treffens ist es, der hohen Zahl von Todesfällen durch Verkehrsunfälle entgegenzuwirken. Laut einer Mitteilung des Päpstlichen Rates haben sich die durch Verkehrsunfälle verursachten Todesfälle „zu einem sehr beunruhigenden weltweitem Vorkommnis entwickelt". Verkehrsunfälle verursachten pro Jahr den Tod von 1,3 Millionen Menschen, da seinen rund 3.000 täglich, davon seien 500 Minderjährige. 90 Prozent dieser Unfälle ereignten sich in den armen Ländern und Entwicklungsländern.

Der Päpstliche Rat stellte mit Besorgnis fest, dass in Asien und Ozeanien die jährlichenZahl der Todesfälle bei rund 700.000 liege. Die Vereinten Nationen prognostizierten, dass bis 2020 zwei Drittel der Verkehrsunfälle in dieser Region der Welt erfolgen werden.

So bestehen die Ziele des Treffens in Bangkok darin, „das Bewusstsein und die Ausbildung aller Autofahrern für die Ethik im Straßenverkehr zu fördern, das heißt ein sicheres Fahren und eine menschliche und christliche Nächstenliebe im Straßenverkehr anzustreben," sowie die Seelsorge der Lkw-Fahrer und anderer Personen, die viel Zeit auf der Straße unterwegs seien, zu intensivieren.