Erste Katechese von Papst Benedikt XVI. über den heiligen Augustinus (354 - 430)

Das Leben des Heiligen und seine unermüdliche Suche nach der Wahrheit

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ROM, 9. Januar 2007 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die Ansprache, die Benedikt XVI. heute, Mittwoch, bei der zweiten Generalaudienz des Jahres 2008 gehalten hat.

Der Papst widmete seine Katechese dem heiligen Augustinus von Hippo (* 13. November 354 in Thagaste in Numidien, heute Souk Ahras in Algerien; † 28. August 430 in Hippo Regius in Numidien, heute Annaba in Algerien), dessen Leben er nachzeichnete. Der Heilige Vater kündigte an, dass er während der Generalaudienzen der kommenden Wochen Werk, Botschaft und Bekehrungsweg des heiligen Bischofs und Kirchenvaters aus Afrika näher beleuchten werde.

„Der heilige Augustinus lebte immer in der Suche nach Gott, in der Suche, Jesus Christus näher und ähnlicher zu werden. Auch wir wollen stets die Nähe des Schöpfers und die Nähe Jesu Christi suchen“, bekräftigte Benedikt XVI. zum Abschluss der Begegnung in der Audienzhalle Pauls VI. im Vatikan in seiner Muttersprache.

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Liebe Brüder und Schwestern!

Nach den großen Weihnachtsfeierlichkeiten möchte ich zu den Betrachtungen über die Kirchenväter zurückkehren und heute über den größten Vater der lateinischen Kirche sprechen, den heiligen Augustinus. Dieser große Heilige und Kirchenlehrer, ein leidenschaftlicher Mann voller Glauben, von höchster Intelligenz und unermüdlicher Hirtensorge, ist zumindest aufgrund seiner Berühmtheit auch unter denen bekannt, die das Christentum nicht kennen und keinen Umgang mit ihm pflegen, da er eine sehr tiefe Spur im kulturellen Leben des Abendlandes und der ganzen Welt hinterlassen hat. Aufgrund seiner einzigartigen Bedeutung hatte der heiligen Augustinus einen sehr großen Einfluss, und man könnte einerseits behaupten, dass alle Wege der lateinischen christlichen Literatur nach Hippo führen (heute Annaba an der Küste Algeriens), zu jenem Ort, wo er Bischof war, und andererseits, dass von dort aus, dieser Stadt des römischen Afrikas, deren Bischof Augustinus von 395 bis zu seinem Tod im Jahr 430 war, viele andere Wege des späteren Christentums und der abendländischen Kultur selbst wegführen.

Selten hat eine Zivilisation einen derart großen Geist vorgefunden, der ihre Werte aufzunehmen und ihren inneren Reichtum zu erhöhen verstand, indem er Ideen und Formen erfand, die den Nachkommen zur Nahrung gereichten, wie auch Paul VI. hervorhob: „Man kann sagen, dass das gesamte Denken der Antike in seinem Werk zusammenfließt und von ihm Denkströmungen ausgehen, die die gesamte Tradition der Lehre der nachfolgenden Jahrhunderte durchdringen“ (AAS, 62, 1970, S. 426). Augustinus ist darüber hinaus der Kirchenvater, der die meisten Werke hinterlassen hat. Sein Biograph Possidius sagt: Es scheint unmöglich zu sein, dass ein Mann so vieles in seinem Leben zu schreiben vermag. Über diese verschiedenen Werke werden wir während einer der nächsten Begegnungen sprechen.

Heute wird unsere Aufmerksamkeit seinem Leben vorbehalten sein, das sich aus seinen Schriften gut rekonstruiert lässt, insbesondere den Confessiones [„Bekenntnisse“, Anm. d. Übers.], dieser außerordentlichen geistlichen Autobiographie, die zum Lob Gottes geschrieben wurde und sein berühmtestes Werk ist. Und dies mit Recht, denn es sind gerade die Confessiones des Augustinus mit ihrer Aufmerksamkeit gegenüber der Innerlichkeit und der Psychologie, die in der abendländischen Literatur – und nicht nur der abendländischen, auch in der nichtreligiösen Literatur bis hin zur Moderne – ein einzigartiges Vorbild darstellen. Diese Aufmerksamkeit gegenüber dem geistlichen Leben, dem Geheimnis des Ich, dem Geheimnis Gottes, der sich im Ich verbirgt, ist etwas Außerordentliches und noch nie Dagewesenes und bleibt für immer sozusagen ein geistlicher „Gipfel“.

Um aber zu seinem Leben zu kommen: Augustinus wurde in Thagaste in der Provinz Numidien im römischen Afrika am 13. November 354 als Sohn des Patricius, eines Heiden, der später ein Katechumene wurde, und Monika, einer eifrigen Christin, geboren. Diese leidenschaftliche Frau, die als Heilige verehrt wird, übte auf ihren Sohn einen sehr großen Einfluss aus und erzog ihn im christlichen Glauben. Augustinus hatte auch das Salz als Zeichen der Aufnahme ins Katechumenat empfangen. Und er blieb immer fasziniert von der Gestalt Jesu Christi. Ja, mehr noch: Er selbst sagt, dass er Jesus immer geliebt hat, sich aber immer mehr vom kirchlichen Glauben, von der kirchlichen Praxis entfernte, wie es auch heute vielen jungen Menschen ergeht.

Augustinus hatte auch einen Bruder, Navigius, und eine Schwester, deren Namen wir nicht kennen und die später, nachdem ihr Mann gestorben war, an der Spitze eines Frauenklosters stand. Der Knabe von sehr lebhafter Intelligenz empfing eine gute Erziehung, auch wenn er nicht immer ein vorbildlicher Schüler war. Nichtsdestoweniger studierte er gut die Grammatik, zuerst in seiner Geburtsstadt und dann in Madaura, und ab 370 Rhetorik in Karthago, der Hauptstadt des römischen Afrikas. Er wurde zu einem vollkommenen Beherrscher der lateinischen Sprache, kam jedoch nicht dazu, auf gleiche Weise im Griechischen bewandert zu sein; und er erlernte nicht das von seinen Landsleuten gesprochene Punische. Hier in Karthago las Augustinus zum ersten Mal den Hortensius, eine später verloren gegangene Schrift Ciceros, die am Anfang seines Bekehrungsweges stand. Dieser Text Ciceros nämlich weckte in ihm die Liebe zur Weisheit, wie er später als Bischof in den Confessiones schreiben sollte: „Jenes Buch änderte wahrlich meinen Sinn“, und zwar so sehr, dass „plötzlich alle eitlen Hoffnungen ihren Wert verloren und ich mit einer unglaublichen Glut des Herzens die Unsterblichkeit der Weisheit ersehnte“ (III 4,7).

Da er aber überzeugt war, dass man ohne Jesus nicht behaupten kann, die Wahrheit wirklich gefunden zu haben, und da ihm in diesem Leidenschaft erregenden Buch jener Name fehlte, begann er, sofort nach dieser Lektüre die Heilige Schrift zu lesen, die Bibel. Aber er war enttäuscht. Nicht nur, weil der lateinische Stil der Übersetzung der Heiligen Schrift unzulänglich war, sondern auch, weil ihm der Inhalt selbst unbefriedigend erschien. In den Erzählungen der Schrift über Kriege und andere menschliche Angelegenheiten fand er nicht die Höhe der Philosophie, den Glanz der Suche nach der Wahrheit, die ihr zu Eigen ist. Dennoch wollte er nicht ohne Gott leben und suchte deshalb eine Religion, die seiner Sehnsucht nach Wahrheit und auch seiner Sehnsucht, Jesus näher zu kommen, entsprach.

So ging er den Manichäern ins Netz, die sich als Christen ausgaben und eine völlig rationale Religion versprachen. Sie behaupteten, dass sich die Welt in zwei Prinzipien teilt: das Gute und das Böse. Und damit wäre die ganze Komplexität der menschlichen Geschichte zu erklären. Auch die dualistische Moral gefiel dem heiligen Augustinus, da sie eine sehr hohe Moral für die Erwählten mit sich brachte: Und für den, der - wie er - ihr Anhänger war, war ein Leben möglich, das der Situation der Zeit sehr viel angemessener war, insbesondere für einen jungen Mann. Er wurde somit zum Manichäer und war in diesem Augenblick davon überzeugt, die Synthese zwischen Rationalität, Wahrheitssuche und Liebe zu Jesus Christus gefunden zu haben. Und es wurde ihm auch ein konkreter Vorteil für sein Leben zuteil: die Anhängerschaft an den Manichäismus eröffnete nämlich Perspektiven für eine Karriere, ohne sich anstrengen zu müssen.

Die Zugehörigkeit zu jener Religion, zu der viele einflussreiche Persönlichkeiten gehörten, gestattete es ihm, seine Beziehung mit einer Frau fortzusetzen und in seiner Karriere voranzukommen. Von dieser Frau hatte er einen Sohn, Adeodatus, dem er sehr zugeneigt war; ein Knabe von großer Intelligenz, der später während der Vorbereitung zur Taufe am Comer See zugegen sein und dabei an jenen „Dialogen“ teilnehmen sollte, die der heilige Augustinus uns überliefert hat. Der Knabe starb leider frühzeitig.

Mit ungefähr zwanzig Jahren lehrte er zunächst Grammatik in seiner Geburtsstadt und kehrte dann bald nach Karthago zurück, wo er ein brillanter und gefeierter Rhetorikmeister wurde. Mit der Zeit jedoch begann Augustinus, sich vom Glauben der Manichäer zu entfernen, die ihn gerade unter dem intellektuellen Gesichtspunkt enttäuschten, insofern sie unfähig waren, seine Zweifel zu zerstreuen, und er siedelte nach Rom und dann nach Mailand über, wo zu jener Zeit der Sitz des Kaiserhofes war und er eine prestigeträchtige Stelle bekam, vor allem auch dank des Interesses und der Empfehlungen seitens des Präfekten von Rom, des Heiden Symmachus, der dem Bischof von Mailand, dem heiligen Ambrosius, gegenüber feindlich gesinnt war.

Anfänglich nahm Augustinus, um seine rhetorische Kenntnisse zu vertiefen, in Mailand die Gewohnheit an, die wunderbaren Predigten des Bischofs Ambrosius zu verfolgen, der der Vertreter des Kaisers für Norditalien gewesen war, und das Wort des großen Mailänder Bischofs faszinierte den afrikanischen Rhetor. Und nicht nur dessen Rhetorik, sondern vor allem der Inhalt rührte immer mehr an sein Herz. Das große Problem des Alten Testaments, des Fehlens rhetorischer Schönheit und philosophischer Größe, wurde in den Predigten des heiligen Ambrosius dank der typologischen Auslegung des Alten Testaments einer Lösung zugeführt: Augustinus begriff, dass das ganze Alte Testament ein Weg hin zu Jesus Christus ist. So fand er den Schlüssel, um die Schönheit, die auch philosophische Tiefe des Alten Testaments zu verstehen, und er begriff die ganze Einheit des Geheimnisses Christi in der Geschichte sowie auch die Synthese zwischen Philosophie, Vernünftigkeit und Glauben im Logos, in Christus, dem ewigen Wort, das Fleisch angenommen hat.

In kurzer Zeit gelangte Augustinus zur Erkenntnis, dass die allegorische Lesart der Schrift und die neuplatonische Philosophie, die der Mailänder Bischof vertrat, ihm erlaubten, die intellektuellen Schwierigkeiten zu lösen, die ihm, als er jünger war, bei seiner ersten Annäherung an die biblischen Texte unüberwindbar erschienen waren.

Der Lektüre der Schriften der Philosophen ließ Augustinus die erneuerte Lektüre der Schrift und vor allem der Briefe des Paulus folgen. Die Bekehrung zum Christentum am 15. August 386 bildete somit den Höhepunkt eines langen und mühsamen inneren Weges, von dem wir noch in einer weiteren Katechese sprechen werden, und der Afrikaner begab sich aufs Land im Norden Mailands am Comer See – zusammen mit seiner Mutter Monika, seinem Sohn Adeodatus und einer kleinen Gruppe von Freunden –, um sich auf die Taufe vorzubereiten. So wurde Augustinus im Alter von 32 Jahren am 24. April 387 von Ambrosius in der Osternacht im Mailänder Dom getauft.

Nach der Taufe beschloss Augustinus, mit seinen Freunden nach Afrika zurückzugehen; er hegte den Gedanken, ein Gemeinschaftsleben monastischer Art im Dienst Gottes zu führen. Während sie in Ostia auf die Abreise warteten, erkrankte jedoch plötzlich seine Mutter. Zum großen Leidwesen ihres Sohnes starb sie wenig später. Nachdem er schließlich in die Heimat zurückgekehrt war, ließ sich der Bekehrte in Hippo nieder, um ein Kloster zu gründen. In dieser afrikanischen Küstenstadt wurde er trotz seines Widerstands 391 zum Priester geweiht und begann mit einigen Gefährten das klösterliche Leben, an das er seit langem gedacht hatte, und widmete seine Zeit dem Gebet, dem Studium und der Predigttätigkeit.

Er wollte nur im Dienst der Wahrheit stehen, denn er fühlte sich nicht zum Leben eines Seelsorgers berufen. Dann aber begriff er, dass der Ruf Gottes darin bestand, Hirte unter den anderen zu sein und so den anderen das Geschenk der Wahrheit zu überbringen. In Hippo wurde er vier Jahre später, im Jahr 395, zum Bischof geweiht. Augustinus vertiefte weiter das Studium der Heiligen Schrift und der Texte der christlichen Tradition und war ein beispielhafter Bischof in seinem unermüdlichen pastoralen Einsatz: Mehrere Male in der Woche predigte er für seine Gläubigen, unterstützte die Armen und die Waisen, sorgte für die Ausbildung des Klerus und die Organisation von Frauen- und Männerklöstern. In kurzer Zeit behauptete sich der vormalige Rhetor als einer der bedeutendsten Exponenten des Christentums der damaligen Zeit.

In den über 35 Jahren als Bischof von Hippo war er in der Leitung seiner Diözese überaus aktiv – mit bemerkenswerten Folgen, die sich auch im zivilen Leben bemerkbar machten –, und er übte einen großen Einfluss auf die Leitung der katholischen Kirche des römischen Afrikas und allgemein im Christentum seiner Zeit aus, wobei er religiösen Strömungen beziehungsweise hartnäckigen und entzweienden Irrlehren wie dem Manichäismus, dem Donatismus und dem Pelagianismus entgegentrat, die den christlichen Glauben an den einen und an Erbarmen reichen Gott gefährdeten.

Und Augustinus vertraute sich Gott jeden Tag neu an, bis zum Ende seines Lebens. Als seine Stadt Hippo schon beinahe drei Monate lang von den vandalischen Eroberern belagert wurde, fiel der Bischof einem Fieber zum Opfer und – wie sein Freund Possidius in der Vita Augustini berichtet – bat darum, mit großen Buchstaben die Bußpsalmen aufzuschreiben. „Und er ließ die Blätter an der Wand festmachen, so dass er sie von seinem Bett aus während seiner Krankheit sehen und lesen konnte, und er vergoss ununterbrochen heiße Tränen“ (31,2). So vergingen die letzten Tage des Lebens des Augustinus, der am 28. August 430 starb, als er noch nicht 76 Jahre alt war. Seinen Werken, seinen Botschaften und seinen inneren Zuständen werden wir die nächsten Begegnungen widmen.

[Der Papst bediente sich zur Zusammenfassung seiner Katechese auf Deutsch des folgenden Manuskripts]
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Liebe Brüder und Schwestern!

In der Reihe der Mittwochskatechesen will ich mich von heute an mit dem hl. Augustinus befassen, dem bedeutendsten und im christlichen Abendland einflussreichsten Kirchenvater, einem Menschen voller Leidenschaft, der sich ebenso durch höchste Intelligenz wie – nach der Bekehrung – durch großen Glaubenseifer auszeichnete und der sich als Bischof in einem unermüdlichen seelsorglichen Einsatz bewährte. Unter dem enormen Umfang der von ihm überlieferten Bücher, Predigten und Briefe tritt vor allem das autobiographische Werk der »Bekenntnisse« hervor, das zu einem Modell für Autobiographien bis in die Neuzeit herein geworden ist. Darin schildert er seine bewegte Jugend, wie er zunächst von Monika, der Mutter, in den Glauben hineinwächst, ihn dann verliert, nach Neuem sucht, immer auf dem Wege bleibt und schließlich wieder auf mühsamen Wegen in die Kirche hineinfindet.

Augustinus kam im Jahre 354 in Thagaste in Numidien, dem heutigen Algerien, zur Welt. Sein Vater Patrizius war Heide, dann Katechumene. Seine Mutter, die hl. Monika, war dagegen eine ganz eifrige Christin, die Augustinus und seine Geschwister – er hatte einen Bruder und eine Schwester, die dann als Witwe Nonne und Äbtissin geworden ist – im christlichen Glauben unterwies. Er erhielt vor allem eine sehr gute Ausbildung in der Rhetorik, die damals eine der wichtigsten Disziplinen war und in der er selber ein gefeierter Lehrer wurde. Er hat allerdings beklagt, dass er als Schüler im Griechischen faul war, denn später als Bischof hätte er es gut brauchen können. Aber da war es zu spät.

Die Suche nach einer rechten »Lebensphilosophie« führte Augustinus zunächst zum Manichäismus, zu einem System, das erklärte, die Welt beruhe auf zwei Prinzipien, dem guten und dem bösen; so lasse sich alles erklären. Und die Moral sei zweigeteilt: für die Erwählten, die auf der Höhe angekommen sind, sehr streng und für die anderen auf der Vorstufe etwas lockerer. Und da er sich auf der Vorstufe fühlte, war dies für ihn sozusagen eine angenehme religiöse und philosophische Beheimatung. In seiner beruflichen Laufbahn kam er über Rom schließlich nach Mailand, in eine bedeutende Position als Rhetor am Kaiserhof. Unter dem Eindruck der Predigten des Bischofs Ambrosius bekehrte er sich aber und wurde in der Osternacht 387 getauft. Daraufhin entschloss er sich, in seine Heimat zurückzukehren; unterwegs erlitt er einen großen Schmerz durch den Tod seiner Mutter, die hier in Ostia, im damaligen Hafen von Rom, gestorben ist und begraben wurde. Er gründete zu Hause eine klösterliche Gemeinschaft, eigentlich eine Philosophengemeinschaft mit christlichem Grund, wurde aber bei einem Aufenthalt in Hippo während des Besuchs der Eucharistiefeier zu seiner Überraschung vom betagten Bischof Valerius nach vorn beordert, der sagte: Ich brauche schon lange einen Priester, der gut predigen kann – der Bischof konnte es nämlich nicht –, und so weihte er ihn zum Priester. Augustinus hatte gedacht, er sei nur zur Philosophie berufen, und er litt zunächst, als man ihm das pastorale Amt, das Priestertum, verlieh. Aber ist dann ganz hineingewachsen, wurde 395 Bischof, wirkte fast 40 Jahre segensreich dort und starb 430 während der Belagerung der Stadt durch die Vandalen.

[Die deutschsprachigen Pilger grüßte der Heilige Vater mit den Worten:]

Von Herzen begrüße ich die Pilger und Besucher aus den deutschsprachigen Ländern. Der hl. Augustinus lebte immer in der Suche nach Gott, in der Suche, Jesus Christus näher und ähnlicher zu werden. Auch wir wollen stets die Nähe des Schöpfers und die Nähe Jesu Christi suchen, in dem Gott menschliches Antlitz hat und Ihm helfen, dass er uns bereit macht, das Gute selber zu tun und es in der Welt zu verbreiten. Der Herr geleite euch auf allen Wegen dieses noch jungen Jahres!

[ZENIT-Übersetzung des italienischen Orginals; © Copyright 2007 – Libreria Editrice Vaticana]