Erste Lourdes-Wallfahrt von Journalisten aus aller Welt - Anmeldungen bis 9. Mai

Interview mit François Vayne

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ROM, 7. Mai 2008 (ZENIT.org).- Lourdes wird in wenigen Wochen die Teilnehmer der weltweit ersten Wallfahrt der Journalisten empfangen. Vom 29. bis zum 31. Mai sind im Jubiläumsjahr 2008 der Erscheinungen der Gottesmutter in der Grotte von Lourdes Medienvertreter eingeladen, dem Geheimnis nachzuspüren, das vor 150 Jahren der jungen Bernadette Soubirus geoffenbart wurde.

ZENIT sprach kurz vor Anmeldeschluss mit François Vayne vom katholischen Presseverband in Frankreich (federation@presse-catholique.org) über diese Initiative.

ZENIT: Was erwarten Sie sich von diesem Treffen für Journalisten in Lourdes, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Presse den Marienerscheinungen von Beginn an doch sehr kritisch gegenüberstand?

François Vayne: Wir erwarten von diesem Jubiläum der Journalisten vor allem, dass es eine Zeit des geschwisterlichen Gebetes und Austausches wird. Es handelt sich nicht um ein zusätzliches Kolloquium, sondern um eine gemeinsame Erfahrung des Glaubens, unter dem Blick der unbefleckten Jungfrau.

Die Journalisten haben nur selten Gelegenheit, bewegende geistliche Momente ganz für sich selbst zu erleben. Sie sind im Allgemeinen Zeugen dessen, was die anderen erleben. Dieses Mal, wie es auch im Jahr 2000 in Rom der Fall war, wurden diejenigen, die beruflich in den Medien tätig sind, eingeladen, die Gnade des Jubiläums bescheiden, einfach und ohne große Reden oder Texte zu veröffentlichen zu empfangen.

Wir nutzen diese Zeit, um unsere Leser, Hörer oder Zuschauer Unserer Lieben Frau von Lourdes anzuempfehlen.

ZENIT: Das Programm sieht für Donnerstag, den 29. Mai, ein Kolloquium zum Thema „Maria und die Wallfahrten in den großen Religionen" vor. Warum dieses interreligiöse Thema?

François Vayne: Das Programm des Jubiläums der Journalisten in Lourdes schließt einen Tag der Reflexion über Maria im interreligiösen Dialog am 29. Mai ein. In der heutigen Zeit, in der die Medien viel vom „Kampf der Kulturen" reden, ist es gut, wieder neu zu entdecken, wie die Mutter Jesu allgemein zwischen den Gläubigen und insbesondere zwischen Christen und Muslimen vermitteln kann.

Weit entfernt von jeder relativistischen Versuchung machen wir die Erfahrung von dem, was uns spirituell verbindet. Wir sprechen über das, was uns am Herzen liegt, bauen Brücken vom einen zum anderen und ersetzen das „Oder" durch das „Und".

Viele Muslime und Buddhisten kommen nach Lourdes. Sie sind betroffen von der Botschaft des Mitleids, die in Massabielle erklingt. Das Jubiläum der Journalisten wird diese Dimension von Lourdes in Verbindung mit dem Institut für Wissenschaft und Theologie der Religionen in Toulouse (ISTR) verstärken.

ZENIT: Sie haben für Freitag, den 30. Mai eine geistliche Wallfahrt zu den Heiligtümern unserer Lieben Frau angesetzt: Was ist das?

François Vayne: Am 30. Mai werden wir den Weg des Jubiläums gemeinsam auf den Spuren der heiligen Bernadette gehen. Leiten wird uns Bischof Jacques Perrier, der Oberhirte des Ortes, und am Nachmittag folgen wir dem „Weg des Friedens", der von „Cité Saint-Pierre", dem „Secours Catholique" vorgeschlagen wurde. Wir tun dies zusammen mit dem Präsidenten der Weltkonferenz der Religionen für Frieden, Ghaleb Bencheikh.

ZENIT: Am Samstag, den 31. Mai, wird das Fest der Heimsuchung Mariens gefeiert. Was bieten sie den Journalisten da an?

François Vayne: Mit allen, die bleiben können, werden wir am 31. Mai das Fest der Heimsuchung Mariens feiern. Wir werden uns an der Liturgie in den Heiligtümern beteiligen, schlicht als Pilger unter den Pilgern.

Es ist wirklich dringend erforderlich, sich bis zum 9. Mai anzumelden, denn wenn wir nicht eine genügend große Zahl erreichen, wird der Verband der katholischen Presse in Frankreich das Projekt absagen müssen, und das wäre wirklich schade.

Dieses Jubiläum von Lourdes ist eine Chance für jeden, der aus dem Licht Christi wiedergeboren werden möchte. Wieder Ordnung und Wahrheit in das eigene Leben zu bringen, ist eine Priorität für Journalisten. Hoffentlich lassen wir uns diese einzigartige Gelegenheit zum 150. Jahrestag der Erscheinungen der Mutter Gottes nicht entgehen.

Melden sie sich schleunigst an! Ich lade durch ZENIT dazu ein, und ich vertraue auf das Wirken des Heiligen Geistes, der alle, die noch zögern, zur richtigen Entscheidung anspornt.

[Das Interview führte Anita S. Bourdin; Übersetzung aus dem Französischen von Angela Reddemann]