Erste Seligsprechung in der Geschichte Japans am 24. November 2008 in Nagasaki

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TOKIO, 10. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Pater Pietro Kassui Kibe und 187 Gefährten, japanische Märtyrer des 17. Jahrhunderts, werden am 24. November 2008 in Nagasaki selig gesprochen. Es handelt sich dabei um die erste Seligsprechung auf japanischem Boden.



Der Vatikan hat den Erzbischof von Tokio und Vorsitzenden der Japanischen Bischofskonferenz, Takeo Okada, bereits vom Termin der Seligsprechung in Kenntnis gesetzt, berichtete die Nachrichtenagentur AsiaNews.

Kardinal José Saraiva Martins, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, wird im Namen von Papst Benedikt XVI. das Hochamt zur Seligsprechung zelebrieren.

„Ich hoffe, dass wir die Bedeutung des Schatzes, den uns unsere Vorgänger im Glauben hinterlassen haben, beherzigen werden“, schreibt Erzbischof Okada in einem Hirtenbrief an seine Gläubigen.

Unter den 188 japanischen Märtyrern, die zur Ehre der Altäre erhoben werden, befinden sich Priester, Ordensleute und Laien.

Pater Kibe, ein Konvertit, gelangte auf der Flucht vor der Regierung bis nach Rom, wo er in die Gesellschaft Jesu eintrat und Priester wurde. Anschließend kehrte er nach Japan zurück, um den unterdrückten Gläubigen in seiner Heimat beizustehen und sie zu betreuen. 1639 wurde er gefangen genommen, gefoltert und in Tokio getötet.