Erster Besuch des französischen Staatspräsidenten Sarkozy bei Papst Benedikt XVI.

Beleuchtet wurden die Bedeutung der Religionen, der Nahost-Konflikt und das Geisel-Drama in Kolumbien

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ROM, 20. Dezember 2007 (Zenit.org).- Benedikt XVI. empfing am Donnerstagvormittag den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, der anschließend auch mit Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone SDB und Erzbischof Dominique Mamberti, Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, zusammentraf.



Bei den Gesprächen, die von Herzlichkeit geprägt waren, wurde nach einem Bericht des vatikanischen Pressebüros die aktuelle Situation in Frankreich beleuchtet und die Rolle der Religionen erörtert, insbesondere die der katholischen Kirche. Besondere Erwähnung fanden außerdem die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Frankreich

„Besondere Aufmerksamkeit wurde der internationalen Situation zugedacht“, heißt es in dem Pressekommuniqué. Neben der Zukunft Europas wurden der Nahost-Konflikt, die sozialen und politischen Probleme einiger afrikanischer Nationen sowie das Geiseldrama in Kolumbien thematisiert. Sarkozy hatte sich wiederholt für die Freilassung der seit vier Jahren von der FARC festgehaltenen französisch-kolumbianischen Geisel Ingrid Bétancourt und aller anderen Geiseln bemüht. Zum Abschluss der Unterredungenwurden im Vatikan Weihnachts- und Neujahrsglückwünsche ausgetauscht.

Der Sprecher des französischen Präsidenten, David Martinon, hatte am 13. Dezember während einer Pressekonferenz hervorgehoben, dass die Gespräche im Vatikan aus diplomatischen und innerpolitischen Gründen von großer Bedeutung seien, „ist doch die Diplomatie des Heiligen Stuhls höchst aktiv und einflussreich“.

Im kommenden Jahr wird Präsident Sarkozy erneut mit Papst Benedikt XVI. zusammentreffen, und zwar im Rahmen der Pilgerreise des Heiligen Vaters zum Marienwallfahrtsort Lourdes, wo am 8. Dezember die Feiern anlässlich der Erscheinungen Mariens vor 150 Jahren eingeläutet worden sind.

Aus Anlass des Lourdes-Jubiläumsjahres vom 8. Dezember 20007 bis zum 8. Dezember 2008 gewährt Papst Benedikt einen vollkommen Ablass.