Erstes Seminar über Kommunikation in Brasilien für Bischöfe

Bischöfe müssen den Einfluss der neuen Kommunikationssprachen verstehen lernen

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RIO DE JANEIRO, Donnerstag, 14. Juli 2011 (ZENIT.org). - Das erste Seminar über Kommunikation für die brasilianischen Bischöfe stelle eine gute Gelegenheit dar, um über die aktuelle Kommunikation in der Kirche zu reflektieren, erklärte Erzbischof Claudio Maria Celli, Präsident des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel.

„Mit großem Interesse und Zufriedenheit schaue ich auf diese Initiative. Ich halte es für sehr beachtlich, dass die Bischöfe selbst die Entscheidung getroffen haben, sich mehrere Tage ganz einer Reflexion über alle Bereiche der Kommunikation zu widmen,“, äußerte Erzbischof Celli.

Für Erzbischof Celli ist es grundlegend, darüber zu diskutieren, wie man heute in einer Welt der Kommunikation unter Berücksichtigung der neuen Sprachen und der neuen Technologien pastoral wirken könne.

So drückte es der Präsident des Päpstlichen Rates auf dem ersten Seminar über Kommunikation für die brasilianischen Bischöfe aus, das vom 12. bis 16. Juli in Rio de Janeiro stattfindet und von der brasilianischen Bischofskonferenz, vom Päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel und der Erzdiözese von Rio de Janeiro organisiert wurde.

Erzbischof Celli verwies darauf, dass die neuen Technologien nicht nur eine instrumentale Aufgabe erfüllten, „sie schaffen auch eine neue Kultur, die wir als ‚digitale Kultur’ bezeichnen. Sie bewirken eine neue Art des Seins und der Beziehungen. Die Kirche ist sich sehr bewusst, dass sie ihre Botschaft dem heutigen Menschen bekannt machen muss; dem Menschen, der sich in dieser neuen Kultur befindet und darin lebt. Das ist die große Herausforderung für die Kirche: zu sehen, wie dies möglich ist, was sie tun soll und auf welche Weise sie in dem neuen kulturellen Kontext gegenwärtig sein kann.“

Laut dem Präsident des Päpstlichen Rates besäßen die neuen Technologien auch eine neue Sprache.

„Wir müssen mit dieser Realität ins Gespräch kommen und erreichen, dass die Botschaft des Evangeliums auch in diesen Bereich gelangt“, erklärte Erzbischof Celli. „Deshalb ist für uns alle das Thema der neuen Sprache von grundlegender Bedeutung. Meine Art, mit den Menschen von heute zu sprechen, muss in einer Sprache geschehen, die verständlich ist. In einer Sprache, die ich nicht nur verwende, um verstanden zu werden, sondern in einer Sprache, die eine tiefe anthropologische Dimension aufweist.“

[Übersetzung aus dem Spanischen von Iria Staat]