Erstmals zentraler Martinsumzug für München

Bischofsvikar Stolberg zieht mit Kindern vom Viktualienmarkt zum Dom / Kollekte für Syrien

München, (Erzbistum Muenchen und Freising) | 550 klicks

Zum ersten zentralen Martinsumzug für die Münchner Innenstadt laden die Münchner Dompfarrei sowie die Pfarreien St. Maximilian und Heilig Geist für Montag, 11. November, 17 Uhr ein: Die Kinder treffen sich am Festtag des Heiligen Martin von Tours mit ihren Laternen auf dem Viktualienmarkt und ziehen zusammen mit dem Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München, Rupert Graf zu Stolberg, sowie Pfarrer Rainer Maria Schießler von St. Maximilian und Heilig Geist zum Münchner Liebfrauendom, wo die Martinsfeier mit einem Wortgottesdienst endet.

Das Martinsspiel zu Beginn des Umzugs am Viktualienmarkt verbindet unter dem Titel „Menschen(s)kinder“ traditionelle Elemente aus der Geschichte des Heiligen Martin mit einer Auseinandersetzung mit dem aktuellen Konflikt in Syrien. Der Umzug selbst steht unter dem Motto „St. Martin in Syrien – Kinder teilen für Kinder“. Die Kollekte kommt Hilfsprojekten in Syrien zugute, unter anderem dem Verein Orienthelfer des Münchner Kabarettisten Christian Springer, der ebenfalls an dem Umzug teilnimmt.  

Wie in der Münchner Innenstadt ziehen in vielen katholischen Gemeinden in den Tagen um den  11. November Kinder mit selbst gebastelten Laternen durch die Straßen und gedenken damit des Heiligen Martin von Tours, der durch seine Solidarität mit den Armen und Schwachen bis heute ein Vorbild ist. Nach der Legende teilte Martin, im vierten Jahrhundert Soldat bei der gallischen Armee, seinen Mantel mit seinem Schwert, um die Hälfte einem frierenden Bettler zu schenken. In der folgenden Nacht soll ihm im Traum Christus erschienen sein, der den halben Mantel trug und sagte: „Martinus hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“ Nachdem er die Armee verlassen hatte, lebte und wirkte Martin unter anderem in der Gegend von Poitiers im heutigen Frankreich. Um 372 wurde er von Volk und Klerus zum Bischof von Tours, der Nachbardiözese von Poitiers, gewählt. Die Legende erzählt, dass er das Amt zunächst nicht annehmen wollte, sich in einem Gänsestall versteckte und nur durch die schnatternden Tiere verraten wurde. Er blieb fast 30 Jahre lang Bischof und kümmerte sich besonders um die Armen und um die Verkündigung des Evangeliums in den ländlichen Gebieten seiner Diözese. (ck)

Hinweis:
Eine Übersicht über zahlreiche St.-Martins-Umzüge in der Erzdiözese München und Freising findet sich im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/martin

(Dieser Text wurde der Webseite des Erzbistums München und Freising entnommen)