Erzbischof Amato fordert die Christen dazu auf, offen für die Wahrheit einzutreten

Werke wie "Sakrileg" zielen darauf ab, die Autorität der Kirche zu untergraben

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ROM, 19. Mai 2006 (ZENIT.org).- Erzbischof Angelo Amato, Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre, erklärte am Mittwoch gegenüber "Radio Vatikan", dass Werke wie "Sakrileg" oder das "Judasevangelium" bewusst veröffentlicht würden, um der Kirche zu schaden und ihre Autorität in Zweifel zu ziehen.



Den Grund für diesen Angriff sieht der Erzbischof in der Tatsache begründet, dass die Kirche heute "die einzige Organisation ist, die das menschliche Leben vom Anfang bis zum natürlichen Tod klar und deutlich verteidigt, für die Familie eintritt, sich unmissverständlich zu Fragen der Sexualmoral und der Bioethik zu Wort meldet und die Werte der Zehn Gebote verkündet."

Zum Roman "Sakrileg" stellte er fest: "Das ganze Buch ist eine böse Verzerrung der Wahrheit." Man betreibe Geschichtsfälschung, wenn man die Göttlichkeit Jesu verneine und behaupte, diese sei vom Konzil von Nicäa im Jahr 325 nach Christus erfunden worden. "Unmittelbar nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi, also bereits um das Jahr 40, hat die Kirche jenen berühmten Hymnus gesungen, der im Brief des heiligen Paulus an die Philipper enthalten ist: 'Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein' (Phil 2,6)."

Die Kirche verteidige die Wahrheit durch das Lehramt des Papstes und der Bischöfe. Und die Kongregation für die Glaubenslehre sei ebenfalls dazu da, Verfälschungen aufzudecken und die Gläubigen davon zu unterrichten.

Abschließend plädierte der 67-jährige Erzbischof für ein selbstbewusstes und engagiertes Auftreten der Kirche und der christlichen Gemeinden in der Öffentlichkeit. Die Christen sollten "die Wahrheit von den Dächern verkünden, wie es das Evangelium sagt, und den Lügen Einhalt gebieten, die sich bedauerlicherweise des gesamten Arsenals der Massenmedien bedienen, um diesen breiten Konsens zu erzielen".