Erzbischof Angelo Amato, neuer Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse

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ROM, 9. Juli 2008 (ZENIT.org).- Am heutigen Mittwoch ernannte Papst Benedikt XVI. den bisherigen Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre, Erzbischof Angelo Amato,  zum Präfekten der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen. Amato ist der Nachfolger des portugiesischen Kardinals José Saraiva Martins, der dem Papst seinen altersbedingten Rücktritt angeboten hatte.



Angelo Amato wurde am 8. Januar 1938  in Molfetta (Provinz Bari) geboren. Nach seinem Eintritt in die Kongregation der Salesianer Don Boscos absolvierte er seine Studien der Philosophie und Theologie an der Päpstlichen  Universität Salesiana. Am 22. Dezember 1967 wurde er zum Priester geweiht.

Ab 1968 setzte Amato seine theologischen Studien in der Päpstliche Universität Gregoriana fort und spezialisierte sich in Christologie. 1972 nahm er seine Lehrtätigkeit als Assistent an der Päpstlichen Universität Salesiana auf.

1974 wurde Amato mit einer Dissertation über die „Aussagen des Konzils von Trient über die Notwendigkeit der sakramentalen Beichte in den Canones 6-9 der XIV. Session“ zum Doktor der Theologie  promoviert. Sein Doktorvater war der international bekannte Jesuitenpater Zoltan Alszeghy.

Von 1978 bis 1979 nutzte Amato ein Stipendium des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel in Saloniki (Griechenland) im orthodoxen Kloster Moní Vlatádon, dem Sitz des renommierten Patriarchalen Instituts für Patristische Studien. Gleichzeitig besuchte er die staatliche Universität von Saloniki.

1988 verbrachte Angelo Amato ein Sabbatjahr in Washington D.C. und begann, sich mit der Theologie der Religionen auseinanderzusetzen. Amato arbeitete als Ordinarius an der Päpstlichen Universität Salesiana in Rom, an der er auch für insgesamt zwölf Jahre die Aufgabe des Dekans der Theologischen Fakultät wahrnahm (1981-1987 und 1993-1997). Von 1997 bis 2000 war er Pro-Rektor der Universität.

Angelo Amato war Konsultor der Kongregation für die Glaubenslehre und der Bischöfe sowie des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.

Am 19. Dezember 2002 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularerzbischof von Sila und Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre, wo er zunächst neben Kardinal Joseph Ratzinger und seit 2005 neben Kardinal William J. Levada arbeitete.

Angelo Amato empfing die Bischofsweihe am 6. Januar 2004 durch Papst Johannes Paul II.

Der neue Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse gilt als einer der engen Mitarbeiter bei der Ausarbeitung des Dokuments der Kongregation für die Glaubenslehre Dominus Jesus (6. August 2000).

Mit dem neuen Amt ist die Verleihung der Kardinalswürde verbunden, die Amato während des nächsten, noch nicht angekündigten öffentlichen Konsistoriums empfangen wird.