Erzbischof Antonio Cañizares von Toledo, Primas von Spanien

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ROM, 23. Februar 2006 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. kündigte am Mittwoch an, dass er Erzbischof Antonio Cañizares von Toledo, dem Primas von Spanien, am 24. März im Rahmen eines Konsistoriums die Würde eines Kardinals verleihen wird.



Antonio Cañizares Llovera wurde am 15. Oktober 1945 in Utiel (Valencia, Spanien) geboren. Er absolvierte das diözesane Priesterseminar und promovierte später an der Päpstlichen Universität Salamanca im Spezialgebiet Pastoral über das Thema Katechese. Am 21. Juni 1970 wurde er von Erzbischof José María García Lahiguera zum Priester geweiht.

Antonio Cañizares wirkte zunächst in Valencia. Später wurde er dazu beauftragt, in Madrid Theologie zu unterrichten. Er übernahm außerdem verschiedene Lehraufträge an der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Universität Salamanca sowie am Madrider Priesterseminar und leitete zudem die heutige Theologische Fakultät \"San Dámaso\". Während dieser Jahre (1973 bis 1992) arbeitete der Priester in der Pfarrgemeinde \"San Gerardo\" in Madrid mit. Von 1985 bis 1992 war er Präsident der Kommission für die Glaubenslehre innerhalb der spanischen Bischofskonferenz.

Am 6. März 1992 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Avila ernannt. Drei Jahre später berief der damalige Papst den Bischof zum Mitglied der Kongregation für die Glaubenslehre. Am 10. Dezember 1996 ernannte er ihn zum Erzbischof von Granada, am 24. Oktober 2002 schließlich zum Erzbischof von Toledo und damit zum Primas von Spanien. Die feierliche Amtseinführung fand am 15. Dezember 2002 statt.

Wenn Benedikt XVI. Erzbischof Antonio Cañizares Llovera am 24. März 2006 in den Kardinalsstand erhebt, wird die Zahl der spanischen Purpurträger auf neun ansteigen. Sechs von ihnen gehören dann zu jenen 120 Kardinälen, die im Fall eines Konklaves wahlberechtigt sind.