Erzbischof Celli: Medienarbeit verlangt eine „reife christliche Identität“

Videobotschaft des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel

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ROM/LOJA (ECUADOR), 18. Oktober 2007 (ZENIT.org).- In einer Videobotschaft zum Dritten Kongress für Kommunikation in Lateinamerika und der Karibik, der derzeit in Loja (Ecuador) stattfindet und morgen zu Ende gehen wird, hat der neue Präsident des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel, Erzbischof Claudio Maria Celli, auf die Notwendigkeit hingewiesen, „bei unserer Form, zu kommunizieren und die Wahrheit zu suchen, eine reife christliche Identität zu bewahren“. Der Kongress befasst sich mit dem Thema der Zivilcourage. Das Video ist im Internet abrufbar.



„Der technologische Fortschritt bringt nicht unbedingt auch einen geistigen Fortschritt mit sich“, erklärte der Kurienerzbischof. „Wir können nicht bestreiten, dass die Veränderungen in Wissenschaft und Technik neue Probleme verursacht haben, denen wir uns zu stellen haben – mit Objektivität und christlichen Lebenssinn.“

Die „neuen Formen der Armut, des Ausschließens und der Ausgrenzung aus dem Ökosystem der Kommunikation, in dem wir leben“, bedeuteten eine große Herausforderung und führten zur Frage, „wie man in der heutigen Zeit Kommunikator sein“ könne.

„Als Kommunikatoren sind wir dazu berufen, die Wahrheit zu suchen und zu verteidigen, die dem Menschen Würde verleiht, das Leben verteidigt, Solidarität und Liebe verbreitet und Raum schafft, damit die Stimme derer gehört wird, die kein Gehör gefunden haben.“

Weder ungehörige Worte noch ein unzulässiges Eindringen in die Privatsphäre des anderen dürften in die Medien Einzug halten, bekräftigte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel – ganz zu Schweigen von Beleidigungen, Verleumdungen und Gerüchten.

Mit Blick auf den „Kontinent der Hoffnung“ wies er darauf hin, dass man gesunden Humor und Freude – „Eigenschaften der Völker dieses Kontinents“ – nicht mit Frivolität und Oberflächlichkeit verwechseln dürfe; auf das „tiefe Geheimnisses, das in jedem Menschen vorhanden ist“, müsse stets Rücksicht genommen werden.

Eine Berichterstattung im Sinne der Stärkung der Zivilgesellschaft sollte den Männer zu einer neuen Ritterlichkeit und Höflichkeit verhelfen und somit zur Überwindung ihres Machogehabes beitragen. Den Frauen sollte Gelegenheit gegeben werden, sich in allen Bereichen der Gesellschaft einzusetzen und dabei ihre besonderen Charismen zur Geltung zu bringen: den „von Papst Johannes Paul II. so geschätzten ‚Genius der Frau‘“, fügte der Erzbischof hinzu.