Erzbischof der anglikanischen Kirche bei Papst Franziskus

Weggefährten in der Nachfolge des Herrn

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 278 klicks

Am Montag empfing Papst Franziskus den Ehrenprimas der anglikanischen Kirche und Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, im Vatikan. Der Papst bezeichnete sich und seinen Gast als Weggefährten in der Nachfolge des Herrn; gemeinsam arbeite man im Weinberg des Herrn und sei Pilger auf dem Weg in sein Reich. Indem er die Geschichte aus dem Markusevangelium über den Rangstreit unter den Jüngern zitierte, sagte Papst Franziskus, es schiene, als frage der Herr auch sie, über was sie sich auf dem Weg unterhalten haben. Er sagte:

„Auch wir fühlen uns – wie die Jünger – verwirrt wegen der Distanz, die zwischen der Frage des Herrn und unserer ärmlichen Antwort besteht. Vor seinem barmherzigen Blick können wir nicht verbergen, dass unsere Teilung ein Skandal ist, ein Hindernis für die Verkündung des Evangeliums von der Erlösung der Welt.“

Der Papst betonte, die volle Einheit sei der Orientierungspunkt, auf den alle Schritte hingehen müssten, auch wenn die Einheit bisweilen in weiter Ferne zu liegen scheine. Im Anschluss würdigte er Welbys Einsatz gegen den Menschenhandel; ein Thema, bei dem es bereits viel Zusammenarbeit gebe.

„Ich denke auch besonders an das Aktions-Netz gegen den Handel mit Frauen, das von vielen Ordensfrauen und Institutionen geschaffen wurde. Wir engagieren uns gemeinsam im Kampf gegen diese neue Form der Sklaverei. Wir sind als Jünger gesandt, um die verwundete Welt zu heilen. Ich danke Gott, dass er uns gemeinsam dieser fürchterlichen Plage die Stirn bieten lässt, mit Geduld und Entschlossenheit.“

Abschließend sagte Papst Franziskus auf Englisch, nicht die drei „P“ zu vergessen, „Prayer, Peace and Poverty“, Gebet, Frieden und Armut. Gemeinsam sagten beide zum Abschluss ihres Treffens: „Wir müssen gemeinsam gehen.“