Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, neuer Apostolischer Nuntius für Deutschland

Karl Kardinal Lehmann gratuliert im Namen der deutschen Bischöfe

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ROM/BONN, 15. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset zum neuen Apostolischen Nuntius für Deutschland ernannt. Der 68 Jahre Hirte und Diplomat ist ein gebürtiger Schweizer und spricht außer seiner Muttersprache Französisch noch Deutsch, Italienisch, Spanisch, Englisch und Rumänisch. Erzbischof Périsset tritt das Erbe von Erzbischof Dr. Erwin Josef Ender an, der am 30. September in den Ruhestand getreten ist.



Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, hat Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset im Namen der deutschen Bischöfe zu seiner Ernennung zum neuen Apostolischen Nuntius in Deutschland gratuliert. Diese Ernennung entspringe gewiss einem Wunsch von Papst Benedikt XVI. selbst und zeige das Vertrauen, das in Erzbischof Dr. Périsset gesetzt werde. Der zurzeit in Rumänien und Moldawien tätige Apostolische Nuntius bringe eine fast 35-jährige Erfahrung im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls mit. „Für unser Land sind auch die ökumenischen Erfahrungen, die Sie im Lauf Ihres Lebens gewinnen konnten, von großer Bedeutung“, so Kardinal Lehmann in seinem Glückwunschschreiben.

Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset wurde am 13. April 1939 in Estavayer-le-Lac im Kanton Freiburg in der Schweiz geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Sarnen und Freiburg. Am 28. Juni 1964 empfing er die Priesterweihe in Freiburg. Nach seiner Promotion zum Doktor des Kirchenrechts in Rom trat er 1973 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Er war in den Apostolischen Nuntiaturen im südlichen Afrika, in Peru, Frankreich, Pakistan und Japan tätig sowie im Staatssekretariat in Rom in der Sektion für die Beziehungen mit den Staaten.

Am 16. November 1996 wurde Périsset zum Titularbischof von Accia und zum außerordentlichen Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt. Die Bischofsweihe durch Papst Johannes Paul II. erfolgte am 6. Januar 1997. Am 12. November 1998 wurde Périsset zum Titularerzbischof von Iustiniana Prima und zum Apostolischen Nuntius in Rumänien ernannt. Seit dem 22. März 2003 ist er zusätzlich Apostolischer Nuntius in Moldawien.

Als Apostolischer Nuntius wird der päpstliche Gesandte bezeichnet, der den Heiligen Stuhl bei der Regierung eines Landes als Botschafter vertritt. Zugleich gewährleistet er als Vertreter des Papstes gegenüber den jeweiligen Ortskirchen das Einvernehmen zwischen der Teilkirche und der Gesamtkirche. In vielen Staaten ist der Vertreter des Vatikans „Doyen“ (Ältester) des Diplomatischen Korps und hat als solcher einige Ehrenrechte. Dies gilt auch für Deutschland.