Erzbischof Elias Chacour wünscht sich Neokatechumenalen Weg in melkitischem Ritus

Würdigung der Pastoral von „Domus Galiaeae“

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JERUSALEM, 4. Juni 2007 (ZENIT.org).- Der Neokatechumenale Weg soll in Zukunft auch die katholischen Christen des melkitischen Ritus in Palästina erreichen. Das wünscht sich Elias Chacour, melkitischer Erzbischof von Galiläa, der P. Rino Rossi, den Leiter des „Domus Galilaeae“, darum gebeten hat, sich der Vertiefung des Glaubenslebens unter den 76.000 melkitschen Christen anzunehmen, die zu den insgesamt 110.000 Katholiken Palästinas gehören.



Der Neokatechumenale Weg ist durch die Einrichtung „Domus Galilaeae“ auf dem Berg der Seligpreisungen seit mehr als einem Jahrzehnt im Heiligen Land präsent. Die „ausgezeichneten Früchte“, die der Neokatechumenale Weg als Werk der Neuevangelisierung für die Kirche hervorgebracht habe, wertet Erzbischof Chacour als sicheres Zeichen dafür, dass die Aufgabe, innerhalb der melkitischen Kirche zu wirken, sehr fruchtbar und erfolgreich werden kann.

In einem Schreiben an P. Rossi würdigt der Erzbischof die überaus positive Erfahrung mit der Glaubensverkündigung des Neokatechumenalen Weg in den Diözesen Akko, Haifa, Nazaret und ganz Galiliäa. Der palästinensische Oberhirte bittet die Verantwortlichen des Neokatechumenalen Weges, eine entsprechende Anpassung der liturgischen Formen des Neokatechumenates im Blick auf den melkitischen Ritus zu überdenken. Ein solcher „Ableger“ des Neokatechumenalen Weges könne dann in die melkitische Ortskirche integriert werden.

„Ihr folgt mit eurer Weise zu evangelisieren demselben Weg und denselben Methoden, die meine Vorgänger, die Apostel, am Anfang des Christentums vor 2.000 Jahren angewendet haben. Sie verkündeten das Wort Gottes ohne Furcht, mit Überzeugung und Entschiedenheit“, schreibt Erzbischof Chacour.

P. Rossi hat in einer Stellungnahme des Neokatechumenalen Weges gegenüber ZENIT seine tiefe Freude über die Einladung des Oberhirten der melkitischen Kirche zum Ausdruck gebracht: „Wir teilen die Dringlichkeit, die ‚lebendigen Steineٔ im Land des Herrn zu evangelisieren, die Erzbischof Chacour äußert.“

Der Neokatechumenale Weg habe sich schon an vielen Orten der Welt als starkes Werkzeug der Neuevangelisierung erwiesen. Etwa in Lateinamerika stelle er eine wirksame Antwort auf die Ausbreitung der Sekten dar, so P. Rossi.