Erzbischof Foley an katholische Journalisten: Im Dienst an der Wahrheit bis ans Äußerste gehen

Internationaler Kongress „Medien und Religion - Risiko oder Chance?“ in Kanada

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SHERBROOKE, 6. Juni 2007 (ZENIT.org).- Die Präsenz von Katholiken im Kommunikationsbereich sei absolut notwendig, betonte Erzbischof John P. Foley, Präsident des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel, am Montag beim internationalen Kongress über „Medien und Religion - Risiko oder Chance?“ in Kanada. Es gehe nicht darum, als „fünfte Kolonne“ in feindliches Gebiet vorzudringen; vielmehr sollten überzeugte Gläubige ihre christlichen und katholischen Werte in ihr Berufsleben einbringen können.



Die internationale Tagung, bei der es um den Einfluss der modernen Medien auf die religiöse Erfahrung und das soziale Gewissen geht, wird vom Internationalen Katholischen Presseverband UCIP vom 3. bis zum 10. Juni im kanadischen Sherbrooke veranstaltet.

Der Kurienerzbischof hob in seiner Ansprache die Unentbehrlichkeit katholischer Organisationen wie UCIP oder des Katholischen Weltverbands für Kommunikation SIGNIS und der Präsenz der Katholiken in den Medien hervor: „Kein Beruf ist von unserem Glauben zu trennen, und das könnte auch nicht getan werden. Die Kommunikation steht dem, woran wir glauben, besonders nah – und unser Glaube kann unsere berufliche Arbeit im Kommunikationswesen nur bereichern, weil wir in höchstem Maß zu Vortrefflichkeit, Wahrheit, Achtung der Menschenwürde und Sorge um das Gemeinwohl berufen sind.“

Erzbischof Foley unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Anhängern anderer Religionen und den Nichtgläubigen und wies in einem Atemzug darauf hin, dass die katholische Identität der UCIP bewahrt werden müsse: „Während es an einem großen Feingefühl jenen gegenüber nicht fehlen sollte, die anderen Konfessionen und Religionen oder überhaupt keiner Religion angehören, ist die UCIP ihrer Bestimmung nach keine ökumenische oder interreligiöse Organisation und kann es auch nicht sein. Sie ist – und das sollte sie auch bleiben – eine katholische Einrichtung, deren Mitglieder tief in ihrem Glauben verwurzelt sind und von ihm inspiriert werden. Ich hoffe, dass die UCIP und die ihr weltweit angeschlossenen Organisationen Programme zur geistlichen und beruflichen Bildung katholischer Journalisten anbieten werden. Ich hoffe, dass ihr Internationales Netzwerk junger Journalisten florieren wird, damit die jungen Menschen in ihrem Glauben und ihrer Berufstätigkeit, was die ethische und berufliche Handlungsweise angeht, zur Wahrung der höchsten Standards ermutigt werden.“

Der Erzbischof stellte die UCIP als Modell dar, das „seine Mitglieder inspirieren sollte, für die Wahrheit – einschließlich der religiösen Wahrheit – zu leiden und sogar zu sterben“. In diesem Zusammenhang verwies er vor allem auf die heiligen Titus Brandsma und Maximilian Kolbe, die im Dienst an der Wahrheit nicht davor zurückschreckten, bis ans Äußerste zu gehen.

„Mit dem heiligen Titus Brandsma, der sein Leben verlor, weil die Nazis während des Zweiten Weltkriegs seine Schriften beanstandeten, ist uns natürlich ein großes Vorbild gegeben. Er wurde als Märtyrer heilig gesprochen, und ich hatte die Ehre, bei seiner Heiligsprechungsmesse mit dem damaligen Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II., zu konzelebrieren. Der heilige Maximilian Kolbe ist ebenfalls von den Nazis für seine Tätigkeit als katholischer Journalist verhaftet worden, auch wenn sein Tod ja infolge der Aufopferung seines Lebens für einen anderen herbeigeführt wurde.“