Erzbischof Foley: Kirche sollte sich Massenmedien verstärkt zunutze machen

Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel in Rom

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ROM, 6. März 2007 (ZENIT.org). Es sei Zeit für eine gründliche Gewissenserforschung hinsichtlich des Gebrauchs der Massenmedien, unterstrich Erzbischof John Foley, Präfekt des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel, am Dienstag bei der Eröffnung der diesjährigen Vollversammlung dieses Dikasteriums im Vatikan.



Im Rahmen einer feierlichen Heiligen Messe für die Tagungsteilnehmer erläuterte der 71-jährige Kurienerzbischof, dass man darüber nachdenken müsse, wie die Kirche ihre Botschaft zu übermitteln trachte. Die Weltkirche benütze die Massenmedien noch nicht im ausreichenden Maß: „Wir haben gesündigt oder zumindest Unterlassungsfehler begangen, weil wir die ‚mirifica‘ – die wunderbaren Dinge, die Gott den Menschen entdecken ließ – nicht dazu benutzt haben, um seine Liebe und Güte der Welt auf die bestmögliche Weise mitzuteilen.“

Mit dem Hinweis darauf, dass die Werbung für Gebrauchsgegenstände in den verschiedenen Medien äußerst erfolgreich betrieben werde, unterstrich Erzbischof Foley, dass eine der wichtigsten Aufgaben eines jeden Verantwortlichen in der Verkündigung der „bedeutendsten Botschaft in der Geschichte der Menschheitsfamilie“ darin bestehe, den Mangel an Phantasie und Einsatz in den Medien zu überwinden.

Der Erzbischof ermutigte alle, ihre Vorurteile gegenüber den Medien abzulegen, da es in diesem Bereich schon genug Verurteilung gegeben und da man die Medien zumeist pauschal verurteilt habe anstatt die Form, wie sie eingesetzt und benutzt worden seien.

Einem Rat von Papst Benedikt XVI. folgend, forderte Erzbischof Foley die Christen auf, angesichts der modernen Entwicklungen nicht zu unentwegten „Neinsagern“ zu werden, sondern sich der Medien auf mutige und kluge Weise zu bedienen.

„Wie viele ‚Gute Nachrichten‘ gibt es, über die oft nur deshalb nie berichtet wird, weil wir sie nicht verbreiten“, bekräftigte der Erzbischof, der in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit hinwies, die göttliche Barmherzigkeit durch die Medien zu verkünden. Diese Verkündigung werde durch das konkrete Zeugnis der Christen im Alltag, durch Werke der Barmherzigkeit und Taten der Nächstenliebe, glaubhaft.