Erzbischof Foley über kindergerechte Unterhaltung in den Medien

Fünfter Weltmediengipfel zum Thema Massenmedien und Kinder in Johannesburg (Südafrika)

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JOHANNESBURG, 29. März 2007 (ZENIT.org).- Unterhaltung für die Zielgruppe Kinder sollte weder selbstsüchtig noch ausbeutend sein, erklärte Erzbischof John Foley, Präsident des Päpstlichen Rats für die Sozialen Kommunikationsmittel, bei der Eröffnung des fünften Weltmediengipfels, der am Mittwoch in Johannesburg (Südafrika) zu Ende ging.



Der Kurienerzbischof lud die Kongressteilnehmer ein, den Einfluss der Massenmedien auf die Kinder zu erwägen wie auch über eine entsprechende Bildung der Kinder zu beraten, um diese zu lehren, die Massenmedien zweckdienlich zu nutzen.

„Medien-Erziehung erfordert eine Heranbildung zur Ausübung von Freiheit“, erklärte er. „Sehr oft wird Freiheit als unablässige Suche nach Vergnügen und neuen Erfahrungen dargestellt. Aber das ist eine Verdammung, keine Befreiung!“, zitierte Erzbischof Foley aus der diesjährigen Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum 41. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, die den Titel trägt: „Kinder und Soziale Kommunikationsmittel: eine Herausforderung für die Erziehung“.

In diesem Dokument heißt es weiter: „Wahre Freiheit könnte niemals den einzelnen – besonders das Kind – zu einer unersättlichen Suche nach Neuigkeiten verurteilen. Im Licht der Wahrheit wird echte Freiheit als endgültige Antwort auf Gottes ‚Ja‘ zur Menschheit erfahren, das uns dazu beruft, nicht unüberlegt, sondern aus freiem Willen all das, was gut, wahr und schön ist, zu wählen.“

Gegenüber den 1.000 Delegierten, unter denen sich auch 300 Kinder und Jugendliche befanden, betonte der Erzbischof mit Worten des Heiligen Vaters: „Jeder Trend, Programme – einschließlich Filme und Videospiele – zu produzieren, die im Namen der Unterhaltung Gewalt verherrlichen und antisoziales Verhalten oder die Banalisierung menschlicher Sexualität darstellen, ist eine Perversion – um so abstoßender, wenn diese Programme für Kinder oder Jugendliche gemacht werden. Wie kann man diese ‚Unterhaltung‘ den zahllosen jungen Menschen erklären, die unter Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch leiden?“

Deshalb äußerte Erzbischof Foley die Hoffnung, dass die jungen Menschen durch die Medien geformt würden, um gemeinsam eine gerechte Gesellschaft zu erbauen: eine Gesellschaft, in der Friede, gegenseitige Achtung und Freude regierten.