Erzbischof Kothgasser: Die Kinderfreundlichkeit, „Gradmesser der Menschen- und Lebensfreundlichkeit“

Parlamentarische Enquete des Salzburger Landtags

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SALZBURG, 31. Januar 2007 (ZENIT.org).- Der Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser hat zum aktiven Einsatz für eine kinderfreundlichere Gesellschaft aufgerufen.



Während der Parlamentarischen Enquete des Salzburger Landtags, der sich am Mittwochvormittag im Bildungshaus St. Vigil mit dem Thema „Wege zu einer kinderfreundlicheren Gesellschaft“ befasste, wies Erzbischof Kothgasser darauf hin, dass die österreichische Gesellschaft mehr Initiativen brauche, die den sozialen Zusammenhalt und das Leben von Familien mit Kindern förderten.

„Wir brauchen ein Ringen um gemeinsame Wertorientierungen, die auch Kindern und Jugendlichen eine lebenswerte Zukunft und Orientierung erschließen. Wir brauchen ein Umfeld für Kinder, in dem auch ihre Bedürfnisse, ihre Eigenheiten, ihre Wünsche und Fragen ernst genommen werden.“

Der Salzburger Oberhirte betonte, dass „Appelle zur Änderung von Mentalitäten und Werthaltungen sicher nicht“ ausreichten, um Österreich wieder kinderfreundlicher zu machen. „Ohne veränderte Haltungen und Wertorientierungen, ohne ein neues Denken werden wir diese Option nicht umsetzen“, bekräftigte er in seinen Grußworten an die Teilnehmer.

Die Kinderfreundlichkeit sei „ein zentraler Gradmesser der Menschen- und Lebensfreundlichkeit“ einer Gesellschaft, fuhr Erzbischof Kothgasser fort. Je mehr es gelinge, ein gesellschaftliches Klima zu realisieren, das dem Leben zugewandt, lebensfördernd und lebensfreundlich sei, desto kinderfreundlicher werde diese Gesellschaft sein.