Erzbischof kritisiert Obamas Bigotterie-Verdächtigung

Verteidigung der Ehe ist kein Rassismus

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WASHINGTON, DC, 28. September 2011 (ZENIT.org). - Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz hat Barack Obama aufgefordert, Unterstellungen der Bundesregierung, dass die Mehrheit der Bürger moralisch blind sei, zu unterlassen.

Erzbischof Timothy Dolan von New York, Präsident der katholischen Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten, äußerte dies vergangene Woche in einem Brief an den Präsidenten Obama in Reaktion auf die Bestrebungen der Regierung, die Inhalte der „Defense of Marriage Act“ (DOMA) als verfassungswidrig zu erklären.

Die DOMA wurde im Jahr 1996 von Präsident Bill Clinton unterzeichnet und definiert die Ehe als eine rechtliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau.

„Herr Präsident, ich fordere Sie höflich auf, bei Ihrem Regierungsvorstoß im Hinblick auf DOMA die „Reset-Taste“ zu drücken“, schrieb der Erzbischof.

Der Erzbischof bezeichnete es „als besonders bestürzend“, dass die Regierung behauptete, die Beweggründe derjenigen, die DOMA unterstützten, beruhten auf Vorurteilen und Voreingenommenheit. Es sei vor allem falsch und ungerecht, die Opposition gegen eine Neudefinition von Ehe mit entweder absichtlicher oder vorsätzlich unwissender Rassendiskriminierung gleichzusetzen.“

„Unsere Bundesregierung darf nicht der überwältigenden Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger böse Absicht oder moralische Blindheit unterstellen, von denen Millionen zu den Urnen gegangen sind, um DOMA in ihren Bundesstaaten direkt zu unterstützen, und die damit die Ehe als Verbindung von Mann und Frau anerkannt haben,“ betonte Erzbischof Dolan. „Auch darf eine politische Meinungsverschiedenheit über die Bedeutung der Ehe nicht von Bundesbeamten als bundesstaatliche Straftat behandelt werden.“

Mama und Papa

Der New Yorker Erzbischof wies auch darauf hin, dass Obama dem Wert der Ehe Unterstützung zugesichert habe. Er bezog sich auf die Botschaften des Präsidenten zum Mutter- und Vatertag und nannte sie „richtungsweisende und ermutigende Äußerungen“, in denen der Präsident „richtig die entscheidende Rolle betont hat, die sowohl die Mutter wie der Vater im Leben eines Kindes spielen.“

„Ich glaube demzufolge, dass Sie zustimmen, dass jedes Kind das Recht hat, sowohl von einer Mutter und einem Vater geliebt zu werden,“ folgerte der Erzbischof. „Die Institution der Ehe gründet auf dieser Wahrheit, die zum Kern dessen führt, was die katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten und Millionen von Bürgern, die mit uns an diesem Punkt festhalten, für alle Kinder und für das Gemeinwohl der Gesellschaft wollen.“

Erzbischof Dolan bekräftigte, dass die Kirche jeden Hass und ungerechte Behandlung eines Menschen ablehnt.“

„Unsere tiefe Anerkennung der Ehe als die gegenseitige und fruchtbare Vereinigung eines Mannes und einer Frau hebt nicht unsere Sorge um das Wohlergehen aller Menschen auf, sondern verstärkt sie“, erklärte der Erzbischof. „Auch wenn alle Menschen unsere volle Achtung verdienen, bietet keine andere Beziehungen dem Gemeinwohl das, was die Ehe zwischen Mann und Frau gewährt. Das Gesetz sollte diese Tatsache widerspiegeln.“

[ZENIT-Übersetzung des englischen Originals]