Erzbischof Migliore: Die Aufgabe des Heiligen Stuhls bei der UNO

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ROM, 1. Februar 2007 (ZENIT.org).- Der Kirche trete bei den Vereinen Nationen für jene ein, die keine Stimme haben, bekräftige Erzbischof Celestino Migliore, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO in New York, am Montag nach einer vertraulichen Unterredung mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan.



„Ich bin glücklich, die Möglichkeit gehabt zu haben, mit dem Heiligen Vater zu sprechen, und vor allem, unsere gemeinsamen Sorgen und Hoffnungen in Bezug auf die UNO mit ihm zu teilen“, erklärte der Erzbischof im Anschluss des Treffens gegenüber „Radio Vatikan“.

Benedikt XVI. hege den tiefen Wunsch, dass die Gegenwart des Heiligen Stuhls bei der UNO dazu beitragen möge, Unstimmigkeiten auszuräumen und eine größere Bereitschaft zu gemeinsamen Übereinkünften zu nähren, „die der ganzen Menschheit zugute kommen“.

Der Heilige Stuhl besitzt innerhalb der Vereinten Nationen das Recht, sich zu äußern, verfügt aber über kein Stimmrecht.

Der 54-jährige Erzbischof wies darauf hin, dass die UNO die Aufgabe besitze, überall Frieden zu stiften und sich um das Wohl der Weltbevölkerung zu kümmern. Den neuen UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bezeichnete er als einen „gut vorbereiteten und begeisterten Menschen“, der gerade dabei sein, seinen Mitarbeiterstab auszuwählen. „Es scheint, dass der Institution durch diese Ernennung neues Blut initiiert worden ist“, fügte Erzbischof Migliore hinzu.

In Bezug auf die Tätigkeit des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen betonte der Vertreter des Vatikans: „Vor allem trachten wir danach, denen eine Stimme zu geben, die keine Stimme haben.“ Es gebe Regierungen, die Papst und Heiligen Stuhl gerade in Notsituationen um Unterstützung ersuchten. „Und wir versuchen gerade durch diese Gegenwart in New York, dieser Arbeit nachzugehen, die häufig spezifisch humanitärer Natur ist.“