Erzbischof Migliore zur UNO-Empfehlung gegen das Klonen von Menschen

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NEW YORK, 21. Februar 2005 (ZENIT.org).- Der Vatikan hat eine gewisse Genugtuung über die Entscheidung des Rechtsausschusses der UNO vom Freitagabend ausgedrückt, der einer Empfehlung zum Klon-Verbot zugestimmt hat.



Die Deklaration wurde mit 71 zu 35 Stimmen angenommen. 43 Delegierte enthielten sich allerdings der Stimme. In der Erklärung wird gefordert, dass die jeweiligen Länder Gesetze erlassen sollten, durch die alle Formen des Klonens verboten würden, die "mit der menschlichen Würde und mit dem Schutz des menschlichen Lebens" nicht vereinbar seien.

Erzbischof Celestino Migliore, ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, erklärte, dass sich die Kirche in der Debatte für einen “totalen Bann” ausgesprochen habe. Dank der Entwicklungen in der Medizin sehe sich die Kirche in ihrer Position bestätigt. Die Möglichkeiten des erfolgreichen Einsatzes von adulten Stammzellen würden immer größer. Den Gebrauch und die Vernichtung menschlicher Embryos könne die Kirche deshalb auch aus diesem Grund nicht tolerieren.

Auch wenn die UNO-Empfehlung zum Klon-Verbot nicht obligatorisch sei, rufe sie dennoch alle Staaten dazu auf, "alle Klontechniken, die sich gegen die menschliche Würde und gegen den Schutz des Lebens richten, zu verbieten", sagte Erzbischof Migliore gegenüber "Radio Vatikan". Am Ende der "stürmischen Debatte" um den Deklarationstext "wurden drei Verbesserungsvorschläge eingebracht. Zwei von ihnen mit der Absicht, aus dem Text jeden Verweis auf den Schutz des menschlichen Lebens in Bezug auf Klontechniken zu entfernen", erklärte der Erzbischof. "Gerade die beharrliche Ablehnung dieser beiden Veränderungsvorschläge durch eine Mehrheit der Versammlung hat eine unmissverständliche Signalwirkung gehabt. Der Heilige Stuhl wäre aber natürlich glücklich gewesen über eine übereinstimmende und allgemeine Annahme des Textes, der auf den Schutz und die Würde des menschlichen Lebens verweist", fügte er hinzu.

"Bereits das gesetzte und durch die Abstimmung bestätigte Signal ist ermutigend", zeigte sich der Erzbischof optimistisch. "Wir hoffen, dass ist der Ausgangspunkt, um den Fortschritt der Wissenschaft der Medizin unaufhörlich zu fördern und dabei stets Rücksicht auf das menschliche Leben zu nehmen."