Erzbischof Nichols: England freut sich auf Papstbesuch

Gute Beziehungen zwischen Anglikanern und Katholiken

| 1637 klicks

ROM, 2. Februar 2010 (ZENIT.org).- Erzbischof Nichols bestätigte die Aussicht auf einen Papstbesuch in Großbritannien. Der Besuch des Heiligen Vaters wird im September erwartet. In einer Zeit der Unsicherheit und Angst über viele Aspekte unserer Gesellschaft blicke das englische Volk großen Herausforderungen entgegen, es sei aber auch offen für die Dinge des Glaubens. Die Seligsprechung des ehrwürdigen John Henry Newman, der mit großer Redegewandtheit die englische Tradition und Kultur ansprechen konnte, werde wie zu erwarten den Höhepunkt des Papstbesuches darstellen.

Erzbischof Nichols dankte dem Heiligen Vater ferner für seine führende Rolle auf globaler Ebene in Fragen wie Finanzkrise und Ökologie. Er bezeichnete das Beharren des Papstes auf die zentrale Stellung der menschlichen Person und der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen als wirksame Erinnerung daran, dass die wirtschaftlichen und sozialen Programme von den zentralen Wahrheiten durchdrungen sein müssten, wenn sie ein echter Dienst am Gemeinwohl sein sollten. An erster Stelle müsse dabei, unter anderem, die Achtung vor dem Leben von Anfang an und die zentrale Rolle von Ehe und Familie stehen, nicht nur für das Wohl der Kinder, sondern auch für das Wohl der ganzen Gesellschaft.

Die katholische Kirche und die Kirche von England stehen weiterhin in guter Beziehung zueinander, nachdem Papst Benedikt XVI. für Anglikaner den Weg geebnet hat, die in Gruppen zur katholischen Kirche übertreten wollen.

Dies bestätigte Msgr. Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster, in Rom, als er sich im Namen der Bischöfe von England und Wales währemd ihres Ad-limina-Besuchs an den Papst wandte.

Erzbischof Nichols bezeichnete die Antwort des Heiligen Vaters an die Anglikaner, die um Aufnahme in die Gemeinschaft mit Rom gebeten haben, als großzügig und väterlich. Ebenso hätten die enge Zusammenarbeit und Vertiefung der Freundschaft und Gemeinschaft zwischen Anglikanern und Katholiken ihnen geholfen, sicherzustellen, dass die verschiedenen Interpretationen und Reaktionen auf „Anglicanorum Coetibus“ die Beziehungen zwischen den kirchlichen Gemeinschaften nicht ernsthaft gestört würden. Das Engagement für eine dritte Runde der Gespräche im Rahmen der Arbeit der anglikanischen römisch-katholischen internationalen Kommission habe die Beziehung zu jenen Anglikanern noch verstärkt, die ihre Anträge zur Erlangung der vollen Gemeinschaft mit Rom eingereicht hätten.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz von England und Wales sprach dem Heiligen Vater schließlich seinen Dank aus für das Jahr des heiligen Paulus und das Jahr für die Priester und bezeugte, dass diese Initiativen zu einem tieferen Verständnis des Wortes Gottes und des Geschenks der Eucharistie beigetragen hätten.

[Übersetzung aus dem Englischen von Susanne Czupy]