Erzbischof Rylko über die Unersetzlichkeit der Berufung des Laien

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ROM, 4. Juli 2007 (ZENIT.org).- Die Laien stehen nach Worten des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Laien, Erzbischof Stanislaw Rylko, an vorderster Front und sind für die Evangelisierung unersetzlich.



Erzbischof Rylko zelebrierte am Samstag für die Teilnehmer einer siebentägigen Konferenz zum Thema „Mitarbeiter im Weinberg des Herrn: Die Laien in der Kirche gestern und heute“ in der Lateranbasilika die Heilige Messe. Die Veranstaltung, die heute, Mittwoch, zu Ende geht, wurde vom Laienzentrum am Foyer Unitas in Rom und von der US-amerikanischen Bischofskonferenz gemeinsam organisiert.

Den Theologen Hans Urs Von Balthasar zitierend, wies der Kurienerzbischof darauf hin, dass der christliche Laie in der Kirche eine Berufung habe, ja dass es sich sogar „um die wichtigste Berufung“ handle. Die Einzigartigkeit dieser Berufung bestehe darin, „Christ zu sein, eingetaucht in die Welt“, und dass dieser Missionsauftrag seinen Ursprung im „Sakrament der Taufe“ habe.

Der 61 Jahre alte Erzbischof veranschaulichte in seiner Predigt, dass die Laien „im Leben der christlichen Gemeinde der Ortskirche eine besondere Verantwortung“ haben. Es sei eine „wesentliche, großartige und schöne Berufung“, auch wenn es als Laie in der Welt von heute nicht immer leicht sei. „Die Welt versucht, Gott in die Privatsphäre zurückzudrängen. Die angemessene Autonomie der weltlichen Ordnung wird häufig mit einem militanten Säkularismus verwechselt, der darum bemüht ist, Gott aus dem öffentlichen Leben zu verbannen.“

Das Christsein eines Laien in der heutigen Zeit erfordere daher Mut, führte Erzbischof Rylko aus. „Deshalb ist es von größter Bedeutung, nicht zu vergessen, dass das Christsein eine Berufung ist: Gott selbst ruft uns und sendet uns in die Welt hinaus. Die Berufung des Laien ist ein freiwilliges Geschenk Gottes, der uns ohne jeglichen Verdienst von unserer Seite her auserwählt und uns ruft.“