Erzbischof Schick besuchte Burkina Faso

25 Jahre „Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone“

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BONN, 17. Februar 2009 (ZENIT.org).- „Weltkirche ist eine Lern-, Solidar- und Gebetsgemeinschaft“, unterstrich Erzbischof Dr. Ludwig Schick gestern, Montag, nach seiner Rückkehr aus Burkina Faso. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz hatte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche dort vom 11. bis zum 16. Februar an den Feiern zum 25-jährigen Bestehen der Päpstlichen Sahelstiftung teilgenommen und an einer aus diesem Anlass organisierten internationalen Konferenz (ZENIT berichtete). Auch andere Bischöfe aus den an der Stiftung beteiligten Ländern Burkina Faso, Niger, Mali, Guinea Bissau, Kap Verde, Mauretanien, Senegal, Gambia und Tschad waren anwesend.



„Die Abhängigkeit der Menschen vom Wasser wird an kaum einem Ort der Welt so deutlich wie hier. Die Regenzeit bringt den erwarteten Regen – oder sie überflutet Felder und Häuser und fordert zahlreiche Opfer“, berichtete Erzbischof Schick. Die anhaltenden politischen Krisen im Tschad, in Niger, in Mali oder in Mauretanien machten die Sahelregion zu einem Brennpunkt der Konflikte Afrikas. Dabei gehe es – so seien sich die einheimischen Bischöfe im Verwaltungsrat der Stiftung sicher – auch um die Kontrolle über die Bodenschätze dieser Länder, wie Öl und Uran.

Als Papst Johannes Paul II. 1980 Deutschland besuchte, erinnerte er an die dramatische Lage der Bevölkerung in der afrikanischen Sahel-Zone, die von Dürre und Versteppung bedroht sei. In den Kollekten anlässlich seines Besuches wurden über 30 Mio. DM gespendet, von denen 10 Mio. DM für sofortige Hilfsmaßnahmen zur Verfügung gestellt wurden. Die übrigen Mittel wurden auf Wunsch der Bischöfe aus der Sahelzone in einem Stiftungsfonds angelegt, aus dem den bedürftigen Menschen langfristig geholfen werden kann.

Um dieses Engagement kontinuierlich fortzusetzen, wurde 1984 die Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone gegründet. Die Sahel-Stiftung ist mit ihrem Sekretariat in Ouagadougou eine Einrichtung in Eigenverantwortung der Ortskirchen im Sahel. Sie versetzt die Menschen in die Lage, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und den Kampf gegen die Desertifikation zu führen. Im Einzelnen geschieht dies durch die Förderung der ländlichen Entwicklung, der Aufforstung, des Gesundheitsdienstes, der Aus- und Weiterbildung von Multiplikatoren und der Wasserversorgung der Menschen in den neun Ländern der Region.