Erzbischof Stanislaw Dziwisz ist neuer Metropolit von Krakau

Fast 40 Jahre an der Seite von Karol Wojtyla

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ROM, 3. Juni 2005 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat den langjährigen Privatsekretär von Karol Wojtyla, Titularerzbischof Stanislaw Dziwisz, zum Metropolitan-Erzbischof von Krakau (Polen) ernannt. Dies wurde am Freitagvormittag im Vatikan bekannt gegeben.



Das von Kardinal Franciszek Macharski gemäß Canon 401 § 1 des "Codex Iuris Canonici" (CIC) aus Altersgründen eingereichte Rücktrittsgesuch hat der Heilige Vater nach einer heute veröffentlichten Presseerklärung angenommen. Zum Nachfolger des 78-jährigen emeritierten Erzbischofs von Krakau hat er Erzbischof Stanisław Dziwisz ernannt.

Erzbischof Dziwisz war 39 Jahre (1966-2005) Privatsekretär von Karol Wojtyla. Er wurde am 27. April 1939 in Raba Wyżna in der Erzdiözese Krakau geboren. 1957 trat er ins Krakauer Priesterseminar ein, um am 23. Juni 1963 in der Kathedrale der polnischen Hauptstadt vom damaligen Erzbischof Karol Wojtyla zum Priester geweiht zu werden.

Bis 1965 arbeitete er in der Pfarre Maków Podhalański. Anschließend wirkte er bis zum Jahr 1978 als Privatsekretär von Erzbischof Karol Wojtyla. Bis 1981 vervollständigte er nebenbei seine liturgischen und theologischen Studien an der Universität in Krakau, wo er mit einer Doktorarbeit über die Verehrung seines Namenspatrons, dem heiligen Krakauer Erzbischof Stanislaus, promovierte.

Neben seiner Tätigkeit als Privatsekretär unterrichtete der Priester in Krakau das Fach "Liturgie" und schrieb im offiziellen Organ der bischöflichen Kurie, "Notificationes e Curia Metropolitana Cracoviensi". Als Mitglied der Liturgiekommission und des Priesterrats der Erzdiözese war er an der Organisation des Heiligen Jahres (1974/75) sowie an den Arbeiten der Krakauer Synode (1972-1979) maßgeblich beteiligt.

Nach der Wahl seines Erzbischofs zum Papst Johannes Paul II. wurde Msgr Dziwisz päpstlicher Privatsekretär in Rom – ein Amt, das er bis zum Tod des Vorgängers von Papst Benedikt XVI. am 2. April 2005 ausüben sollte.

1995 wurde er zum Kanonikus des Metropolitankapitels von Leopoli (Ukraine) ernannt, 1996 zum Apostolischen Protonotar ("Monsignore") und 1997 zum Kanonikus des Metropolitankapitels seiner Heimaterzdiözese Krakau. 1998 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von San Leone. Zum Bischof geweiht wurde der zum beigeordneten Präfekt des päpstlichen Hauses ernannte Priester am 19 März 1998. Fünf Jahre später verlieh ihm Johannes Paul II. die Würde eines Erzbischofs.

Der neue Erzbischof von Krakau ist Vizepräsident der Stiftung "Johannes Paul II." und hat mehrere Bücher verfasst, darunter etwa "25 Jahre Nachfolger des heiligen Petrus".