Erzbischof von Moskau lädt Benedikt XVI. nach Russland ein

Patriarch Alexei II.: "Unsere Kirchen müssen zusammenarbeiten"

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MOSKAU, 22. April 2005 (ZENIT.org).- Der katholische Erzbischof der Erzdiözese der Mutter Gottes von Moskau, Msgr. Tadeusz Kondrusiewicz, hat den neuen Papst Benedikt XVI. zu einem Besuch in Russland eingeladen.



In einer kürzlich veröffentlichten Botschaft schreibt der Erzbischof, er vertraue darauf, dass der Papst Russland besuchen wird, "um uns im Glauben zu stärken und das Gespräch mit der russisch-orthodoxen Kirche zu fördern.

Ihnen, Heiliger Vater, möchte ich versichern, dass die russischen Katholiken für Sie beten und Gott bitten werden, er möge Ihnen für die schwierige Aufgabe, die Ihnen anvertraut worden ist, ausreichend physische und geistliche Kraft schenken."

In seinem Hirtenbrief, der am kommenden Sonntag in allen Pfarren der Erzdiözese Moskau verlesen wird, erwähnt Erzbischof Kondrusiewicz auch, dass einige Bücher von Joseph Ratzinger, etwa seine "Einführung in das Christentum", in Russland äußerst beliebt seien.

Der Erzbischof ist davon überzeugt, dass Benedikt XVI. der Kirche von heute helfen werde, "ein Heilmittel für den schädlichen Einfluss von Säkularismus und Relativismus zu finden".

Der russisch-orthodoxe Patriarch von Moskau, Alexei II., wünscht dem neuen Bischof von Rom ebenfalls den Beistand Gottes. In einem Grußschreiben an Benedikt XVI. verleiht er seiner Hoffnung Ausdruck, dass nun eine Zeit der "freundlichen Beziehung zwischen unseren Kirchen" und des "fruchtbaren Dialogs zwischen Orthodoxen und Katholiken" anbrechen werde.

Darin bestehe "ein ganz großes Anliegen der Christenheit. Unsere Kirchen müssen mit ihrer Autorität und ihrem Einfluss zusammenarbeiten, um der heutigen Menschheit christliche Werte zu verkünden. Die säkularisierte Welt, die ihre geistlichen Leitsätze verliert, bedarf unseres gemeinsamen Zeugnisses wie nie zuvor."