Erzbischof von Westminster: Drei Modelle für das Geheimnis des Wohlbefindens

Erster Hirtenbrief von Erzbischof Vincent Nichols

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LONDON, 23. September 2009 (ZENIT.org).- „Eine solide Pflege des täglichen Gebets ist wesentlich für unser Wohlbefinden“, betont der Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols, in seinem ersten Hirtenbrief. Drei Vorbilder seien von besonderer Bedeutung; sie könnten uns beim Gebet und in unserer Beziehung zu Christus, der der Erzbischof sein Schreiben widmet, unterstützen. Er verweist diesbezüglich auf die heilige Teresia von Lisieux, auf Kardinal John Henry Newman und schließlich auf den heiligen Pfarrer von Ars, Johannes Maria Vianney.



Die heilige Teresia von Lisieux „lehrt uns, dass das Gebet in der Tat Teil unserer täglichen Routine sein kann, eingebettet in unsere täglichen Aufgaben“, so der Erzbischof. „Durch ihr eigenes Gebet gelangte sie zum Verständnis, dass ihre Berufung die Liebe war.“ Für die Gläubigen der Erzdiözese Westminster habe die heilige Theresa jetzt besondere Bedeutung, weil ihre Reliquien im Oktober in London sein werden. „Viele Menschen finden, dass in ihrer Gegenwart ihr Glaube gestärkt wird, ihr Gebet sich vertieft und sie sich Gott in Reue und durch das Sakrament der Versöhnung erneuert zuwenden“.

Kardinal John Henry Newman sei ebenfalls besonders aktuell, da seine Seligsprechung für den Sommer 2010 erwartet werde. Er sei „die erste englische Persönlichkeit seit 600 Jahren, die als ‚Bekenner des katholischen Glaubens’ anerkannt werden wird“. Vincent Nichols berichtet: „Wie Ihr wisst, gelangte er nur allmählich zur Ganzheit des katholischen Glaubens.“ Dieser Glaube sei für Newman aber nicht eine Beschäftigung „mit Ideen oder vagen Allgemeinheiten“ gewesen, sondern eine Hinführung zur „wahren Verehrung für Christus selbst“.

„Im Herzen von Newmans Sinn für den Realismus unseres Glaubens stand die reale Präsenz von Christus im Allerheiligsten Sakrament.“ Darin sei Christus „so wirklich, wie wir es sind“, so habe es Kardinal Newman betont. Wir könnten von ihm lernen, „in uns den Glauben an die reale, beständige Präsenz Christi in der Heiligen Eucharistie wiederzuerwecken. Auf diese Weise bauen wir nicht nur unser eigenes Gebetsleben auf, sondern ermutigen auch andere in der Kirche, ihre kostbare Zeit ihm zu widmen. Letzten Endes ist er der Einzige, der unserem Leben anhaltenden Frieden bringen kann.“

Schließlich sei im Jahr der Priester auch der heilige Johannes-Maria Vianney eine besondere Hilfe: „Auch er erinnert uns an die Schlüsselrolle von Gebet und Reue in unserem Leben… Von diesen Quellen der Kraft und Ermutigung mögen wir in unserem Glauben und in unserer Großzügigkeit gegenüber allen Menschen in Not erneuert werden.“