Erzbischof Zollitsch: Ehrenamtliche Mitarbeiter müssen stärker in Seelsorge eingebunden werden

Konferenz der Seelsorgeamtsleiter aller deutschsprachigen Diözesen tagt in Freiburg

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FREIBURG, 4. Dezember 2008 (ZENIT.org).- Für eine Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Seelsorge hat sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch ausgesprochen. „Wir dürfen nicht nur auf die hauptberuflichen kirchlichen Dienste setzen, sondern müssen stärker Ehrenamtliche ansprechen und einbinden“, sagte er gestern in Freiburg.

Es werde noch stärker als bisher zu den Aufgaben der Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten gehören, ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Pastoral zu gewinnen, zu befähigen und zu begleiten. „Man muss die Ehrenamtlichen dann allerdings auch tun lassen, was sie können“, so der Freiburger Erzbischof.

Auf der Konferenz der Seelsorgeamtsleiter, die aus allen deutschen Diözesen sowie aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Südtirol kommen und derzeit in Freiburg tagen, warb der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz dafür, kreativ und einfallsreich mit den derzeitigen Herausforderungen an die Kirche umzugehen.

Statt immer nur auf jene Tür zu starren, die verschlossen sei, sei es lohnender danach zu schauen, wo sich eine andere öffne. So sieht der Freiburger Erzbischof im Priestermangel auch eine Aufforderung, über neue Wege und Möglichkeiten in der Seelsorge nachzudenken und sie auch zu beschreiten. Dabei liege für ihn in der Vielfalt der kirchlichen Berufe die Chance, Menschen auf unterschiedliche Weise anzusprechen.

Die Konferenz zu der auch Vertreter der Vereinigung Deutscher Ordensobern eingeladen sind, dient der gemeinsamen Beratung pastoraler Fragen, der Förderung des gegenseitigen Austauschs und der Suche nach einer gemeinsamen Linie in pastoralen Fragen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz und, wo es angezeigt erscheint, im Bereich der deutschsprachigen Diözesen insgesamt.