Erzbischof Zollitsch gratuliert neuem Moskauer Patriarch Kyrill

„Dass wir einander noch besser verstehen"

| 1305 klicks

BONN, 28. Januar 2009 (ZENIT.org).- Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, hat heute dem neu gewählten Patriarchen von Moskau und ganz Russland, Kyrill, gratuliert.

Kyrill übernehme das Amt als Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche in einer Zeit, in der die Kirche ihren festen Platz im Leben der russischen Gesellschaft neu gefunden habe, andererseits aber auch noch die Folgen der über 70-jährigen kommunistischen Herrschaft spüre. „Sie stehen vor der Herausforderung, das reiche und vielfältige innerkirchliche Leben zu konsolidieren", so Erzbischof Zollitsch.

„In den vergangenen Jahren ist das Gespräch zwischen unseren beiden Kirchen weiter gegangen. Ich verbinde mit Ihrer Wahl die tiefe Hoffnung, dass wir einander noch besser verstehen. Ich bin überzeugt, dass Sie alle Voraussetzungen mit sich bringen, um die großen Herausforderungen, vor denen Ihre Kirche steht, zusammen mit dem Heiligen Synod, zu bewältigen. Ich hoffe, dass die Wiederaufnahme der theologischen Gespräche zwischen dem Moskauer Patriarchat und der Deutschen Bischofskonferenz, die im Laufe dieses Jahres erfolgen soll, zu einer Intensivierung und Vertiefung des orthodox-katholischen Dialogs und einer Wiederannäherung zwischen den Schwesterkirchen beitragen wird", schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

An der Inthronisationsfeier am kommenden Sonntag in Moskau wird als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz der Vorsitzende der Ökumene­kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, teilnehmen.