Erzbischof Zollitsch und Landesbischof Fischer eröffnen bundesweite Woche für das Leben in Mannheim

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz

Rom - Bonn, (ZENIT.org) | 499 klicks

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Dr. Ulrich Fischer, haben mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen CityKirche Konkordien in Mannheim die bundesweite Woche für das Leben 2013 feierlich eröffnet. Die Aktion vom 13. bis 20. April 2013 steht in diesem Jahr unter dem Motto ‚Engagiert für das Leben: Zusammenhalt gestalten‘ und möchte Denkanstöße geben, wie Menschen in einer zunehmend komplexen Gesellschaft selbst aktiv werden können, um die Lebensumstände in ihrem Umfeld zu verbessern – gestützt und unterstützt von kirchlichen Einrichtungen und anderen Institutionen. 

Vor dem Hintergrund einer europaweit stärker auseinandergehenden Schere zwischen Arm und Reich und zunehmender Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa sagte Erzbischof Zollitsch in seiner Predigt: „Gott will unser Mittun. Das Unvorstellbare kann erreicht werden, wo wir zu Gott beten und wo wir selbst Hand anlegen und uns um das Wohl unserer Stadt, um die Menschen um uns herum, kümmern.“ Beides werde deutlich in der Woche für das Leben, die seit über 20 Jahren den Blick darauf richte, was Christen tun können, um sich dafür einzusetzen, dass Leben gefördert werde. Ausschließlich auf die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft oder auf Spezialisten zu setzen, lenke dabei von den eigenen Möglichkeiten ab: „Wir bemerken nicht, dass wir selbst als Nachbarn oder als Nächste gefragt sind, wo andere unser Mitgehen brauchen und auf unsere Solidarität setzen“, so Zollitsch. 

Die biblische Forderung, der Stadt Bestes zu suchen, hat der evangelische Landesbischof Ulrich Fischer, in die Worte übersetzt: „Gestaltet den Zusammenhalt einer Stadt, engagiert euch für das Zusammenleben und sorgt euch um gute Nachbarschaft.“ Der badische Landesbischof unterstrich den kirchlichen Beitrag für das Zusammengehörigkeitsgefühl vor Ort: „Den Zusammenhalt einer Stadt gestalten, das kann nur gelingen, wenn die religiösen Ressourcen genutzt und das Zusammenleben von Menschen auch als geistliche Aufgabe verstanden wird“, so Fischer. Konkret könnten die Kirchen im ökumenischen und interreligiösen Miteinander, anhand von Vesperkirchen oder durch die Förderung der Stadtteilarbeit, einen Beitrag für das Wohl der Stadt leisten. 

In Anlehnung an die Mannheimer Aktion „Vesperkirche“, bei der seit 16 Jahren vier Wochen im Jahr Ehrenamtliche für bedürftige Menschen einen gedeckten Tisch bereiten und eine angenehme Tischatmosphäre schaffen, wird der Eröffnungstag nach dem Gottesdienst mit einer gemeinsamen Mahlzeit aller Gottesdienstbesucher und Mitwirkenden fortgesetzt. Ab 13 Uhr diskutieren Landesbischof Fischer und Erzbischof Zollitsch in der CityKirche Konkordien gemeinsam mit Katrin Altpeter, der Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg, und dem Ersten Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht, sowie Matthias Binder aus dem Vorstand von „Adler helfen Menschen e.V.“ darüber, wie sich das Jahresthema der Aktion in Kirche und Gesellschaft umsetzen lässt. Das Podium „Zusammenhalt gestalten – aber wie?“ wird moderiert von Andrea Trautvetter vom SWR. Rund um die CityKirche Konkordien präsentieren sich zwischen 12 und 15 Uhr zahlreiche caritative und lebensunterstützende Initiativen der evangelischen und katholischen Kirche aus Mannheim.