Erzbistum München-Freising: Ergebnis der Online-Umfrage veröffentlicht

834 Gläubige beantworten auf Homepage den Fragebogen zur Ehe- und Familienpastoral

München, (Erzbistum Muenchen und Freising) | 422 klicks

An der Online-Umfrage zur Ehe- und Familienpastoral haben sich auf der Homepage der Erzdiözese München und Freising 834 Gläubige beteiligt. Sie füllten dort den Fragebogen aus, den der Heilige Stuhl zur Vorbereitung der außerordentlichen Bischofssynode zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ vom 5. bis 19. Oktober nächsten Jahres in Rom versandt hatte. Der Fragebogen konnte in dem Zeitraum vom 6. bis 13. Dezember auf der Erzbistums-Homepage beantwortet werden. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch, 18. Dezember, ebenfalls auf der Homepage veröffentlicht unter www.erzbistum-muenchen.de/umfrage. Zunächst erscheint dort eine zwölfseitige Zusammenfassung der Antworten, die eine Redaktionsgruppe unter Führung des Leiters des Ressorts Seelsorge und kirchliches Leben im Erzbischöflichen Ordinariat, Domkapitular Thomas Schlichting, erstellt hat. Erst nach den Weihnachtsferien werden dann alle eingegangenen Antworten auf den Fragebogen auf der Homepage veröffentlicht. Dies geschieht mit zeitlichem Abstand, da die Antworten in anonymisierter Form eingestellt werden müssen, was einen weiteren Redaktionsprozess erfordert.

Die Antwort des Erzbistums auf den Fragebogen besteht nun aus drei Teilen, die zusammen an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz übermittelt werden: Die Zusammenfassung der Antworten aus der Online-Umfrage, alle einzelnen ausgefüllten Fragebögen sowie die Beantwortung einzelner Fragekomplexe aus den Ergebnissen des diözesanen Dialogprozesses „Dem Glauben Zukunft geben“, bei dem zwischen den Jahren 2008 und 2010 Vertreter aus allen Bereichen des Erzbistums 61 Empfehlungen für eine zukünftige Pastoral erarbeitet hatten. Die Antworten aus dem Zukunftsforum wurden bereits am 6. Dezember auf der Homepage veröffentlicht (www.erzbistum-muenchen.de/Page031646.aspx). 

Das Erzbischöfliche Ordinariat ist erfreut über das hohe Engagement der Teilnehmer an der Online-Umfrage. Die Teilnehmer haben zum Teil sehr ausführlich geantwortet. Wie die Auswertung ergab, besaß etwa die Hälfte von ihnen gute theologische und kirchliche Kenntnisse: Ihnen sind beispielsweise „die Räte vom Pfarrgemeinderat bis zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken ein Begriff, sie kennen nicht nur Humanae Vitae, sondern auch die Königsteiner Erklärung“, resümiert die Redaktionsgruppe. „Die Umfrage hat das gesamte Spektrum unserer Gläubigen erreicht, von konservativ bis progressiv. Die Teilnehmer kamen aus vielen Bereichen der Gesellschaft und aus allen Altersgruppen“, erklärte Domkapitular Schlichting. So könne man durchaus von einem repräsentativen Charakter der Antworten sprechen, auch wenn aufgrund des Verfahrens keine exakt quantifizierbaren Daten vorlägen. „Die Bandbreite der Rückmeldungen bildet die gesellschaftliche Realität von Lebensformen im Großraum München und im Gebiet der Erzdiözese gut ab“, heißt es in der Auswertung der Redaktionsgruppe. Die allermeisten Rücksender ließen eine persönliche Nähe zur Kirche erkennen, bezeichneten sich als praktizierende Katholiken oder gaben eine Anbindung an eine Pfarrei oder eine geistliche Bewegung an.

Auf Kritik stieß bei den Teilnehmern, dass der Fragebogen bewusst ohne Abweichung vom Ursprungswortlaut des Vatikans eingestellt wurde und die Fragen nicht etwa „übersetzt“ oder „heruntergebrochen“ wurden. Davon hatte das Ordinariat Abstand genommen, um nicht durch Bearbeitungen zu verfälschen oder eine Richtung vorzugeben und um eine Einheitlichkeit der weltweit versandten Dokumente zu gewährleisten. (kel)

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising)