Erzbistum München und Freising stellt mehr Pastoralreferenten ein

Auch Quereinsteigern soll der Zugang zum Beruf des Pastoralreferenten ermöglicht werden

München, (Erzbistum Muenchen und Freising) | 435 klicks

Das Erzbistum München und Freising will in Zukunft dreimal so viele Pastoralreferenten und Pastoralreferentinnen wie bisher einstellen. Statt in der Regel fünf sollen ab sofort bis zu fünfzehn Männer und Frauen pro Jahr neu in den Dienst aufgenommen werden. Zudem soll nun auch Interessenten, die zwar ein abgeschlossenes Theologiestudium vorweisen können, aber nicht an der studienbegleitenden kirchlichen Ausbildung teilgenommen haben, der Zugang zum Beruf des Pastoralreferenten ermöglicht werden. Die Neuregelung ist auch Thema bei der Veranstaltung zur Semestereröffnung im Ausbildungszentrum für Pastoralreferenten des Erzbistums in München am Donnerstag, 10. April.

Frauen und Männer, die als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten arbeiten möchten, nehmen in der Regel bereits während ihres Theologiestudiums an der studienbegleitenden kirchlichen Ausbildung im Ausbildungszentrum des Erzbistums teil. Schwerpunkte dieser Ausbildung sind Persönlichkeitsbildung und geistliche Begleitung sowie liturgische und pastoralpraktische Kenntnisse. Zudem leisten die Interessenten Praktika in einer sozialen Einrichtung, in der Jugendseelsorge und der Gemeindeseelsorge. Ab sofort können aber auch Theologen, die nicht an der studienbegleitenden kirchlichen Ausbildung teilgenommen haben, Pastoralreferenten werden: Eine kirchliche Zusatzausbildung für diese Quereinsteiger wird derzeit entwickelt. Damit ist dieser Weg auch offen für  Religionslehrer an Gymnasien, sofern sie ein abgeschlossenes Theologiestudium vorweisen können.

Nach der Aufnahme in den Dienst der Erzdiözese folgt für alle Interessenten zunächst der zweijährige Pastoralkurs, in dem die Berufsanfänger unter Anleitung eines erfahrenen Pastoralreferenten in einer Pfarrei oder einem Pfarrverband eingesetzt werden, bevor sie anschließend selbstständig in der Pastoral arbeiten.

Mit der Erhöhung der Einstellungsquote bereitet sich die Erzdiözese darauf vor, dass in den kommenden Jahren viele Seelsorger das Ruhestandsalter erreichen werden. Ziel ist es, Menschen in ihren vielfältigen Lebenssituationen weiterhin eine gute seelsorgliche Begleitung anbieten zu können, sowohl in den Pfarreien und Pfarrverbänden als auch in den nicht pfarreigebundenen Bereichen wie Krankenhausseelsorge, Hochschulpastoral oder Behindertenseelsorge. Pastoralreferenten übernehmen dabei besonders jene Aufgaben, die theologische Kompetenz, aber nicht die Weihe zum Diakon oder Priester voraussetzen: Sie übernehmen schulischen Religionsunterricht, bereiten Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien auf Erstkommunion und Firmung vor, arbeiten mit Jugendlichen und für soziale Projekte. Oft kümmern sie sich auch um die Vernetzung zu weiteren kirchlichen, sozialen und gesellschaftlichen Einrichtungen. (gob)

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising)