"Es geht ihm gut"

Manfred Lütz über seine Begegnung mit dem emeritierten Papst

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 720 klicks

Am vergangenen Dienstag, dem 4. Juni 2013, traf der Buchautor und Psychologe Manfred Lütz Benedikt XVI. im Kloster Mater Ecclesiae, wo der emeritierte Papst derzeit lebt. Anlass war unter anderem die Übergabe der neuesten Publikation des Autors mit dem Titel „Benedikts Vermächtnis und Franziskus‘ Auftrag. Entweltlichung – Eine Streitschrift“, deren Koautor der emeritierte Kurienkardinal Paul Josef Cordes ist und der ihn bei seinem Besuch begleitete.

Lütz, der neben Medizin auch Theologie studierte und während seiner Studienzeit in Rom mit dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger im Vatikan lebte, kennt Benedikt XVI. seit 30 Jahren und sagte gegenüber Radio Vatikan (am 5. Juni), die halbstündige Privataudienz sei von einer „vertrauten und heiteren Atmosphäre“ geprägt gewesen. Benedikt XVI. sei älter geworden, gehe aber nicht am Stock und sei geistesgegenwärtig und schlagfertig, keinesfalls bedrückt. Er habe Lütz gegenüber geäußert, er sei „nicht aus dem petrinischen Dienst geschieden, sondern er lebe den petrinischen Dienst im Gebet“. Benedikt XVI. habe gesagt, dass er bete und lese, aber nicht schreibe.