EU-Erweiterung: Bischöfe hoffen und sind zuversichtlich

Versöhnung zwischen Ost und West muss gefördert werden

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BRÜSSEL, 13. Dezember 2002 (ZENIT.org).- "Hoffnung, Zuversicht und Solidarität", so steht über der Erklärung der Kommission der Europäischen Bischofskonferenzen über den Beitritt neuer Staaten zur EU geschrieben.



Das Dokument wurde anlässlich des Gipfels in Kopenhagen veröffentlicht, wo die Regierungschefs der EU am Donnerstag und Freitag die Verhandlungen über den Beitritt von Ungarn, Polen, Slowakei, Tschechien, Slowenien, Zypern, Malta, Litauen, Lettland und Estland abgeschlossen haben.

Thema war auch die Petition der Türkei, einen Termin für den Verhandlungsbeginn über einen eventuellen Beitritt festzusetzen.

Die Bischöfe sprechen sich in ihrer Erklärung für eine "Europäisierung" der Union aus und sehen in der Erweiterung die Verwirklichung "einer besonders von der Kirche gehegten Hoffnung", nämlich die "Versöhnung zwischen Ost und West".

Die Union könne zu einer "potentiellen Quelle der Hoffnung werden und zwar nicht nur für die restlichen Europäer, sondern auch für andere Teile der Welt".

"Eine solidarische Gemeinschaft, in der alle Mitglieder gleich sind, muss auf Vertrauen und Achtung der Verschiedenartigkeit des anderen gründen", so heißt es in einer Presseerklärung der Bischöfe.

Die Bischöfe stellen sich auch hinter "die Bemühungen zur Schaffung von Vertrauen der Bürger und nicht nur der Politiker untereinander".

Sie erinnern daran, dass "die für den Beitritt notwendigen wirtschaftlichen und politischen Reformen noch nicht erfolgt sind und es von Seiten der neuen und alten Mitgliedsstaaten solidarischer Gesten bedürfe".

Der Beitritt von zehn neuen Staaten darf nicht "zu neuen Spaltungen im Herzen Europas führen und auch nicht zur Errichtung einer "europäischen Trutzburg"", die sich nach außen abriegle.

Schließlich ermutigen die Bischöfe auch "alle Gläubigen und Bürger, sich in der Debatte über die Zukunft Europas und besonders über die europäische Konvention zu engagieren".

Die COMECE ist die Kommission der Bischofskonferenzen der Mitgliedsstaaten der EU, die Bischofskonferenzen von Tschechien, Ungarn, Malta, Polen, der Slowakei und der Schweiz sind assoziierte Mitglieder.