Europas Bischöfe suchen nach Wegen, um den interkulturellen und interreligiösen Dialog auf EU-Ebene zu stärken

Vollversammlung der COMECE in Brüssel (22.-24. März)

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ROM, 21. März 2006 (ZENIT.org).- Die Stärkung des interkulturellen und interreligiösen Dialog wird im Mittelpunkt der Gespräche der bevorstehenden Vollversammlung der Kommission der Katholischen Bischofskonferenzen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (COMECE) stehen. Vom 22. bis 24. März 2006 werden sich die von den jeweiligen nationalen Bischofskonferenzen entsandten Bischöfe mit dem Karikaturen-Streit und dem Verhältnis von EU und islamischer Welt befassen.



Konkret sollen die politischen und gesellschaftlichen Folgen der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen reflektiert und analysiert und ein Aktionsplan zur Verstärkung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs auf europäischer Ebene ausgearbeitet werden. Dieser Aktionsplan soll nach Fertigstellung der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft übergeben werden.

Anlässlich der Pensionierung von COMECE-Präsident Bischof Josef Homeyer, der fast 13 Jahre Präsident der COMECE war, wird am 22. März um 19.30 Uhr in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU zu seinen Ehren ein Diskussionsabend stattfinden. Zu dieser Gelegenheit wird der frühere polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki einen Vortrag zum Thema "Europa und seine Nationen – die Bedeutung der Kirche für die europäische Identität" halten. Im Anschluss wird Erzbischof Michael Fitzgerald, Apostolischer Nuntius in Ägypten und früherer Präsident des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, über "Europa, Politik und interreligiöser Dialog" sprechen.

Außerdem werden die europäischen Bischöfe über eine Erklärung beraten, die am 9. Mai 2006 als kirchlicher Beitrag zum Nachdenkprozess über die Zukunft der EU veröffentlicht werden soll.

Folgende Bischöfe werden an der Vollversammlung im Auftrag ihrer Bischofskonferenzen teilnehmen: Bischof Josef Homeyer (Deutschland); Bischof Adrianus van Luyn (Niederlande); Erzbischof Hippolyte Simon (Frankreich); Bischof John Crowley (England und Wales); Weihbischof Jozef De Kesel (Belgien); Erzbischof Nikolaos Foskolos (Griechenland); Erzbischof Fernand Franck (Luxemburg); Bischof Adolfo Gonzalez Montes (Spanien); Weihbischof Piotr Jarecki (Polen); Bischof Anton Justs (Lettland); Bischof Egon Kapellari (Österreich); Weihbischof William Kenny (Skandinavien); Bischof Vaclav Maly (Tschechische Republik); Erzbischof Diarmuid Martin (Irland); Bischof Giuseppe Merisi (Italien); Bischof Peter Moran (Schottland); Bischof Rimantas Norvila (Litauen); Bischof Frantisek Rábek (Slowakei); Weihbischof Anton Stres (Slowenien); Bischof Amândio José Tomás (Portugal); Weihbischof András Veres (Ungarn).

Die folgenden Bischöfe werden als Beobachter teilnehmen: Kardinal Josip Bosanic (Kroatien); Bischof Christo Proykov (Bulgarien).