Expertenanhörung im Bundestag zum Gesetz über ein Verbot der Sterbehilfe: Kirchen sind nicht dabei

Prälat Karl Jüsten kritisiert Ausgrenzung

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ROM, 10. Dezember 2012 (ZENIT.org). ‑ Laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 7. Dezember 2012 wurden die Kirchen nicht zur Expertenanhörung des Bundestages zum Gesetz über ein Verbot der Sterbehilfe eingeladen. Der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten, hat diese Ausgrenzung kritisiert.

Die katholische und die evangelische Kirche hatten im Vorfeld gegen den Gesetzentwurf von Bundesministerien Leutheusser Schnarrenberger protestiert. Der Entwurf will lediglich die kommerzielle Sterbehilfe verbieten, nicht-gewerbliche soll straffrei bleiben. Damit dürften Angehörige und „nahestehende Personen“ Sterbehilfe praktizieren. Eine solche Regelung lade zum Missbrauch geradezu ein, argumentierten Kirchenvertreter.

Der vorliegende Gesetzentwurf sei im Grunde genommen eine Liberalisierung der Sterbehilfe.

Gegen den Entwurf haben auch die Ärzteschaft, die Christdemokraten für das Leben (CDL), der Bundesverband Lebensrecht (BVL) und andere protestiert. [jb]