EXPO 2008: Knapp eine halbe Million Besucher im Pavillon des Heiligen Stuhls

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ZARAGOZA, 18. September 2008 (ZENIT.org).- Knapp 500.000 Besucher wurden bei der Weltausstellung 2008 in Spanien im Pavillon des Heiligen Stuhls registriert. Die EXPO in Zaragoza ging am 14. September zu Ende. 130 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern und Bereichen präsentierten 93 Tage lang ihre Vorschläge zum Thema „Wasser und dauerhafte Entwicklung“.

Bereits vor der Eröffnung hatte der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden („Iustitia et Pax"), Kardinal Renato Raffaele Martino, bekundet, dass man mit dem Pavillon des Heiligen Stuhls sowohl die göttliche als auch die menschliche Dimension des Elements Wasser sichtbar machen wolle.

Der Vatikan zeigte unter anderem 38 Kunstwerke, die die Bedeutung von Wasser aus christlicher Sicht veranschaulichten. Zwölf davon stammten aus den Vatikanischen Museen, 19 aus der spanischen Diözese Aragon. Zu den Hauptakttraktionen zählte zweifellos das letzte El-Greco-Gemälde „Die Taufe Christi“.

Der Pavillon wurde von insgesamt 453.168 Schaulustigen besucht. Auf der Zufriedenheitsskala – das Ergebnis einer Umfrage – gaben sie der Vorstellung des Heiligen Stuhls 8,9 von 10 möglichen Punkten.

Zu den Besuchern gehörten neben hochrangigen Kirchenvertretern auch spanische Regierungsmitglieder und Königin Sofía. Gegenüber ZENIT bekundeten mehrere Besucher, sie seien dankbar für die Möglichkeit, nach dem Gang durch den Pavillon auch die kleine Anbetungskapelle mit dem ausgesetzten Altarsakrament aufsuchen zu können.

Benedikt XVI. hatte im Hinblick auf die Weltausstellung darauf aufmerksam gemacht, dass das „Recht auf Wasser“ sein Fundament in der Würde der menschlichen Person habe und dass Wasser nicht nur ein Wirtschaftsgut sei. Der Wassergebrauch müsse „rational und solidarisch sein, Frucht einer ausgeglichenen Synergie zwischen öffentlichem und privatem Sektor“ (vgl. Papstbotschaft).